Corona, das Spiel mit der Angst

Von morgens bis abends wurde in den letzten Monaten nur eines thematisiert: Die weltweite Pandemie und das Corona-Virus. Es gab unzählige Interviews von Experten, und denen die sich dafür halten. Hinzu kamen sehr denkwürdige Statements unserer Politiker. Das Robert-Koch-Institut (RKI) präsentierte uns tagtäglich Zahlen und Statistiken durch die kein Mensch mehr durchblickte. Sie widersprachen sich mit schöner Regelmäßigkeit. Mit anderen Worten, es kam eine Flut von Informationen auf den Einzelnen zu, die zu verarbeiten schon ein Kunststück war.

Immerhin durfte sich jeder in der Anfangszeit noch frei bewegen, es bestanden noch keine Beschränkungen, gar Verbote. Das Leben konnte noch gelebt werden wie man es gewohnt war, Empfehlungen und Hinweise gab es selten. Doch dies änderte sich in den darauffolgenden Wochen drastisch, ja sogar in erschreckender Weise.

Vom RKI wurde bekanntgegeben das die Infektionszahlen angeblich immer mehr stiegen, und auch die Todesrate aufgrund dessen zunahm. Die alarmierte Regierung hatte mit mit unserem Gesundheitsminister Jens Spahn einen „Fachmann“ an der Hand, der unmittelbar anfing zu handeln. Von diesem Zeitpunkt an wurden Gesetze und Verordnungen erlassen, die das gesamte öffentliche Leben lahmlegten. Rechtliche Grundlage für jegliches Agieren war das Infektionsschutzgesetz (IfSG)

Aufgrund hoher Ansteckungsgefahr Änderung des Infektionsschutzgesetzes

Das IfSG gibt es seit 2001. In dieser sich seit Wochen stetig verschärfenden Situation stellt sich die Frage nach der Rechtsgrundlage in Deutschland, insbesondere auch im Hinblick auf die Möglichkeiten der Behörden, die Freiheitsrechte seiner Bürger einzuschränken. Die Coronakrise sprengt derzeit alle Rahmen, auch die des bisherigen IfSG, das nun erweitert und angepasst wurde, insbesondere mit der nun neuen Möglichkeit bundesweiter Anordnungen in bestimmten Bereichen. Am 28.3.2020 sind die Änderungen nach Verkündung des „Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ in Kraft getreten.

Das IfSG beinhaltet eine Generalermächtigung für behördliche Maßnahmen zur Gefahrenabwehr. Gemäß §16 des IfSG dürfen alle notwendigen Maßnahmen zur Abwendung der dem Einzelnen oder der Allgemeinheit drohenden Gefahren getroffen werden. Minister Spahn durfte somit tun und lassen was er wollte, von unserer Bundeskanzlerin wurde sein Handeln vollstens unterstützt.

Ab diesem Zeitpunkt änderte sich das Leben von einem Tag zum anderen eklatant. Geschäfte wurden geschlossen,  Ausgehbeschränkungen sowie Hygieneregeln erlassen, die bei vielen Menschen sogar weitere Krankheiten entstehen ließen, hervorgerufen durch Angst und psychologischen Stress. Es wurde angeordnet das im öffentlichen Nahverkehr sowie in Geschäften jeder einen Mundschutz zu tragen hat. Wie sich herausstellte ist das Tragen dieser Masken in höchstem Maße gesundheitsschädlich. Die Städte leerten sich, man hatte Geisterstädte vor sich. Wo vorher das Leben tobte, herrschte nun gähnende Leere. Die wenigen Menschen die man noch dort antreffen konnte, waren zu empathielosen Figuren geworden. Die Maske über die Nase bis hinunter zum Kinn gezogen, war man nicht in der Lage die Regungen seines Gegenübers zu entschlüsseln. Es kam einem alles unwirklich vor. Als dann noch die Polizei, als eigentlicher „Freund und Helfer“ begann, die angeordneten Maßnahmen der Regierung mit recht restriktiven Methoden durchzusetzen, regte sich langsam aber stetig Widerstand der Bevölkerung. Man wollte endlich sein „normales Leben zurück. Aber es gab Menschen denen machte die gesamte Situation Angst,…..Angst bis hin zum Selbstmord. Aber das wird natürlich gerne unter den Tisch gekehrt, denn es würde natürlich ein äußerst schlechtes Bild abgeben.

Folgen der Pandemie

Kontaktverbot, Quarantäne, Home Office auf engem Raum mit der Familie: Die Coronakrise ist belastend für alle, und niemand kann wirklich einschätzen, wie lange die Einschränkungen dauern werden. Die psychische Gesundheit von Bürgern sei gefährdet, warnt die Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde. Unsicherheit, Angst und Isolation erzeugen Stress, vor allen Dingen bei älteren Menschen, die aufgrund des Verlustes des Ehepartners alleine sind. 

Verschlechtern könnte sich auch der Zustand von Menschen, die bereits psychisch erkrankt sind. Zehn Millionen Menschen in Deutschland leiden oder erkranken im Verlauf eines Jahres unter einer Angststörung. Mehr als fünf Millionen Menschen sind an einer Depression erkrankt. Etwa eine Million Patienten erlebt einmal im Leben eine Psychose ( Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde).  Mögliche Folgen: Schlafstörungen, Angststörungen, depressive Gefühle.

Anstieg von Suiziden wird befürchtet

Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe befürchtet einen Anstieg von Suiziden, wenn depressive Patienten in der Coronakrise nicht ausreichend betreut werden. Laut Stiftung sind Depressionen jährlich die Ursache für die meisten Suizide. Bedroht durch Gewalt, gefährdet durch Depressionen: Für etliche Menschen ist während der Corona-Pandemie das Virus nur eine Gefahr von vielen. Es gibt einige Gruppen von Menschen, die durch die Pandemie doppelt bedroht sind: zum einen durch das Virus selbst, zum anderen durch Gewalt. Weil diese Pandemie für die meisten von uns eine neue Erfahrung ist, gibt es oft Reaktionen, die spontan nachvollziehbar wirken. Es gibt keine einfachen Lösungen in dieser Pandemie zur Zeit. Alles was angeboten wird, wirkt noch verwirrender, man bleibt alleingelassen mit seinen Sorgen und Gedanken. Fehlende soziale Kontakte tun da ihr Übriges. 

Die massive Einschränkung unserer Grundrechte fordert die Gesellschaft in der Coronakrise. Unsere Gesellschaft braucht dringend eine Perspektive. Eine weitere große Unsicherheit ist die Zeit nach der Krise…..falls es sie geben sollte. Die Wirtschaft ist durch die Maßnahmen zur Bewältigung der Krise schon dermaßen kaputt, da muss man sich fragen, ob es gelingt diese überhaupt wieder in Schwung zu bringen. Das alles wirkt sich natürlich negativ auf unser Sozialsystem aus, letztendlich soll es der kleine Mann wieder richten. Aber der Druck auf dessen Schultern lastet schwer, wie viel ist der Einzelne noch in der Lage zu tragen? Ich persönlich befürchte ernsthaft, das es ein Leben wie vor der Corona-Krise, in dem Maße in der Zukunft nicht mehr geben wird. Wir werden uns höchstwahrscheinlich auf ein ganz anderes Leben einstellen müssen. Die nahe Zukunft wird es zeigen.

17.05.2020 von R.S., Fotos: Pixabay

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