Kopftuchmädchen........Zwischenruf

Heute hörte ich zufällig eine Rede von Mariana Harder-Kühnel (AfD) im Bundestag vom 28.05.2020 zum Thema „Kopftuch tragende Mädchen“.

Dieses Video spiegelt die Zeitgeschichte der Bundesrepublik Deutschland wider. 

Ich lebe in einer Stadt mit ca. 40 000 Einwohnern und diese Thematik hat mich vorher noch nicht so tangiert. Zwar leben auch hier über 1000 Zuwanderer und Migranten mit zahlreichen Kindern, doch sind im Straßenbild meist Mädchen mit Kopftuch erst im Alter von ca. 13 Jahren zu sehen.

Nun bin ich oft mit der Frage beschäftigt ob diese Mädchen dies freiwillig tun. Zumindest hoffe ich  das sie ein Mitspracherecht haben.

In unserer Kultur kennen wir diese Verhüllung nicht und ich verstehe das auch nicht. Warum werden Mädchen/ Töchtern Auflagen erlegt, hingegen junge Männer/Söhne können sich frei bewegen, rauchen, trinken… das westliche Leben genießen? Sind diese Verhaltensnormen wirklich durch den Koran gerechtfertigt ? Ich will dies gar nicht be- oder verurteilen, ich versuche mich in diese Mädchen hineinzuversetzen, da es sich letztendlich nicht nur um eine kulturelle Sache handelt, sondern Empathie hier auch eine für mich wesentliche Rolle spielt.

Frau Harder-Kühnel spricht von dem Bild welches sich uns in unseren Großstädten bietet, wie sich unser Land und unsere Kultur verändert. Seit 2015 sind tausende Menschen in unser Land mit ihrer eigenen Kultur gekommen. Dagegen spricht natürlich erstmal nichts, denn Menschen in Not zu helfen ist erste Bürgerpflicht. Aber wie kann man verschiedene Kulturen zusammenbringen? Wie will man ein Verständnis füreinander aufbringen, ein Miteinander entwickeln? Das gelingt nur mit gegenseitigem Respekt. Aber dieser sollte nicht einseitig sein.

Immer wieder hören wir von Parallelgesellschaften, die sich bilden, Glaubensrichtungen geraten aneinander. Unverständnis macht sich auf verschiedenen Ebenen breit.

Ich behaupte das wir Bürger – nämlich die die schon länger hier leben – wie einst unsere Kanzlerin sagte, sehr tolerant gegenüber unseren neuen Mitbürgern sind. Auch erwirtschaftet unsere Bevölkerung die Mittel, um den Zugewanderten ein gutes Leben zu ermöglichen. Darf man dafür eine Gegenleistung erwarten? Wie sagte einst die Integrationsbeauftrage Frau Ösoguz? „Das Zusammenleben müsse täglich neu ausgehandelt werden“. Ist das die neue Realität? Wir haben eine gewachsene Kultur die sich über Jahrhunderte entwickelt hat, und nun soll diese täglich hinterfragt werden?

Eine der größten Errungenschaften ist für mich die Gleichberechtigung von Mann und Frau, gewachsen und erkämpft über viele Generationen hinweg. Wenn nun Mädchen im Kindesalter zwangsverheiratet werden, Gewalt gegen Frauen und  Ehrenmorde legitimiert werden, müssen wir uns dann in unserer modernen Gesellschaft damit abfinden ? Meinte dies Fr.Ösoguz mit dem „täglichen Aushandeln“ des gemeinsamen Zusammenlebens? Dazu sage ich ganz klar NEIN! Und wie heißt es so schön: wehret den Anfängen!

Wenn es Normalität ist, dass schon in den Kitas kleine Mädchen Kopftuch tragen müssen welches sie beim Spielen behindert, sie sich dadurch massiv von ihren gleichaltrigen Freundinnen unterscheiden, sie ständig damit beschäftigt sind aufzupassen, dass Tuch möge nicht verrutschen… ist das freie unbedarfte Kindheit? Ich konnte im Koran keine Begründung dafür finden. Warum also zwingen die Eltern ihre kleinen Töchter dazu? Aus religiösen Gründen ? Ich kann es mir nicht vorstellen. Ist das eine Form von integrativem Zusammenleben ? Ich sehe dies als ganz klare Abgrenzung von kindesbeinen an zu unserer modernen offenen Gesellschaft. Ich halte dies für eine problematische Entwicklung, die es zu beobachten gilt.

Foto: Pixabay, Video Bundestag 28.05.2020 Text Stephanie 07.06.2020

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Ein Kommentar

  • Thoralf sagt:

    Erstens: es möge mir ein Imam bitte die Stelle im Koran zeigen, wo es eine Kopftuch-PFLICHT explizit niedergeschrieben ist! Geht nicht. Es steht im Koran nur eine „Empfehlung“ für „noble“ (adlige) Muslimas ihr Haar zu bedecken! Wer anders behauptet: lügt! Nun, diese Empfehlung war ebenfalls Mode im alten Rom und im Mittelalter (ebenso in fernen Osten/Japan), damit sich der Adel vom sonnengebräunten Landvolk unterscheidet. Die großen Hüte beim Pferderennen stehen heute noch dafür, obwohl sich Heute diese Bleichheits-Mode sich ins Gegenteil verkehrt hat: nur wer Geld genug hat, kann es sich leisten auf der Yacht oder am Strand sich zu bräunen, sodass ein deutlicher Kontrast zum in nur mit künstlichen Licht beleuchteten Werkhallen malochenden Arbeitsvolk besteht. Erst die sektirische Auslegung der Saudisch (ergo: wahabitisch/salafistisch) ausgebildeten Imame wurde diese „Kann“-Bestimmung zu einem absoluten MUSS, bis hin zur völligen Verschleierung, wo selbst die Augen hinter einem Gazé versteckt sind! Die Kopftuchregel hat nichts mit dem Islam zu tun, sondern mit der fanatischen Auslegung einer islamischen Sekte! Zweitens: in jedem anderen, kulturell gefestigten Land haben sich die Gäste, oder Migranten, an die örtlichen kulturellen Gegebenheiten anzupassen! Hier wird das Gegenteil propagiert: das einheimische Volk hat gefälligst ihre Kultur zurück zu stellen und die Kultur eingewanderter Völker nicht nur zu akzeptieren (egal wie widersinnig und auch gegensätzlich zur Verfassung/Grundgesetz diese sind…zum Beispiel die Unversehrtheit Schutzbefohlener=> m/w Beschneidung), sondern unkritisch zu übernehmen! Für jemanden, wie mich, der jahrelang weltweit in unterschiedlichen Kulturen gelebt und sich anzupassen hatte, ist dies recht seltsam zu beobachten.

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