Migration, Corona.....und der Natur geht es ebenfalls nicht gut

Was das Bienensterben für uns bedeuten könnte

Natürlich liegen Dinge  die uns persönlich betreffen, die sich um uns herum tagtäglich abspielen mehr im Focus, als irgendein Geschehen, welches sich fernab im Stillen eventuell ebenfalls zu einer Katastrophe für uns Menschen entwickeln könnte. 

Gemeint ist unsere Natur, die mit all‘ ihrer Flora und Fauna außerordentlich wichtig ist. Sie zu schützen und zu pflegen müsste eigentlich der Normalfall sein, gäbe es da nicht unsere ökonomieorientierte, auf Konsum eingestellte Wirtschaft, die bereits nur durch die Existenz der Großunternehmen das Gegenteil bewirkt. 

Angesprochen fühlen sollten sich hier besonders die sogenannten Klimaaktivisten, deren Existenzberechtigung als „Ökotruppe der Nation“ ernsthaft hinterfragt werden sollte. Auch Parteien, welche den Umweltschutz auf ihrer Agenda haben, erreichen durch ihr politisches Wirken genau das Gegenteil. Natur wird sinnlos zerstört, wir entziehen uns unsere Lebensgrundlage zeitnah selber. Um andere Probleme lösen zu können, sollten wir unbedingt darauf achten, dass bestimmte Rahmenbedingungen eingehalten werden. Ist die Natur erstmal zerstört, wird alles andere irrelevant.  Zudem ist diese auch ein Rückzugsort für uns stressgeplagte Menschen, um der schnelllebigen Zeit einmal entfliehen zu können. 

Unsere Flora und Fauna

Seit Jahren schon führen Pflanzen und Tiere ein betrübliches Dasein. Massentierhaltung, Windkraftanlagen, verdichtete Böden führen zu einer immer schneller werdenden Zerstörung der Natur. Gentechnisch verändertes Saatgut führt zu Abhängigkeiten, die zu Lasten unserer Gesundheit geht. Nahrungsketten werden zerstört, alte Obst- und Gemüsesorten geraten langsam ins Abseits, werden verdrängt zugunsten von ungesunder Massenware. 

Die Biene.....das besondere Insekt

Die meisten Gefahren für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten sind menschengemacht. Wenn wir das große Insektensterben noch aufhalten wollen, müssen wir weg von der industriellen Landwirtschaft mit ihren monotonen Agrarwüsten und dem großflächigen Einsatz von giftigen Chemikalien.

Der zunehmende Aufbau von Monokulturen und die Reduktion von landwirtschaftlichen Flächen vermindert die Vielfalt des Nahrungsangebots für Bienen. Wie auch wir Menschen brauchen Bienen eine vielseitige Ernährung – das macht sie widerstandsfähiger gegen Krankheiten. Oft blühen die einseitig angepflanzten Nutzpflanzen nur kurze Zeit und lassen die Bienen das restliche Jahr über Hunger leiden. Immer mehr wird die Landwirtschaft gezwungen Saatgut nur bei bestimmten Anbietern zu kaufen. Ein Beispiel ist Monsanto. Ich persönlich halte dieses Unternehmen für das größte aller globalen Giftmischer.

Eingesetzte Pestizide machen unserer Biene ebenfalls zu schaffen, da diese sich auf das Nervensystem und die Fruchtbarkeit auswirken. Viren und andere Krankheitserreger dezimieren Bienenvölker in großem Ausmaß.

Wir Menschen und die Bienen - eine wechselvolle Beziehung

Rund 80 Prozent der 2.000 bis 3.000 heimischen Nutz- und Wildpflanzen in Deutschland sind auf Bienen als Bestäuber angewiesen. Die Biene ist zwar das kleinste Nutztier des Menschen, aber vielleicht das wichtigste, denn sie ist für immerhin 30 Prozent der globalen Ernte an Nahrungsmitteln verantwortlich. Forschungsergebnisse und Experimente zeigen darüber hinaus, dass sich die Bestäubung durch die Bienen auch auf die Qualität der Früchte – und damit den Vitamin- und Mineralstoffgehalt – positiv auswirkt. Die Bienenbestäubung, 100 Millionen Jahre evolutionäre Entwicklung, wird also niemals durch technische Systeme zu ersetzen sein.

Mensch und Biene leben seit Jahrtausenden in enger Verbindung. Wir haben die Honigbiene, durch Züchtung und Bewirtschaftung von uns fast vollständig abhängig gemacht. Deshalb tragen wir auch eine besondere Verantwortung für ihr Überleben. In Teilen von China gibt es bereits überhaupt keine Bienen mehr, da die Belastung durch Umweltgifte exorbitant hoch ist. Dort ist man schon auf Handbestäubung von Pflanzen übergegangen.

Foto Bee-Careful

Fazit

Ich lebe auf dem Land, und da ich viel schreibe kommt es natürlich vor, dass ich morgens um vier Uhr mal im Garten stehe, den Sonnenaufgang beobachte, und dem beginnenden Gesang der Vögel zuhören kann. Bekannte in der Stadt wundern sich, dass man diese hier überhaupt noch zu hören bekommt. Wobei ich es besonders amüsant finde, wenn das Rotkehlchen seinen frühen Gesang anstimmt. Man bekommt sofort bessere Laune, auch zu dieser frühen Stunde.

Während bestehende Probleme wie die Pandemie, der Umgang mit weiterer Migration wahrscheinlich nicht sofort und einem Einzelnen gelöst werden können, ist jeder von uns jedoch in der Lage unsere Natur aktiv zu unterstützen…..wenn auch nur im eigenen Garten. Das Schaffen von Blühflächen, anstatt der fast überall bestehenden Monokulturen, sollte im Interesse jedes Gartenbesitzers sein. Ohne unsere Natur wären wir in vielerlei Hinsicht nicht überlebensfähig. Gehen wir also vernünftig mit ihr um, so können wir uns immer wieder an ihr erfreuen, die Laune steigt, wir bleiben gesund. Eine intakte Natur ist Gold wert.

Foto: R.S.

Fotos Pixabay, R.S. 03.07.2020, 

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