Wolfgang Falout lebt im schönen Hessen, und schreibt schon sehr lange politische Satire. Aus diesem Grunde freuen wir uns auf seinen politischen Wochenrückblick. Dieser erscheint immer Sonntags hier.

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Der politische Wochenrückblick......

WÄHREND ICH SO IM SCHAUKELSTUHL HOCKE………

……gehen meine Gedanken wieder einmal etwas zurück in die Vergangenheit.

„Leute, legt euch entspannt zurück, denn da Zausels Vergangenheit mittlerweile mehr Platz beansprucht wie seine noch zu erwartende Zukunft ist mit einem längeren Ausflug zu rechnen.“ bringt sich die nette, allzeit sympathische, aber nicht allzu große Frau ins Gespräch und beweist mit diesen Worten einmal mehr wer das eigentliche Schandmaul in der Familie ist.

Ich denke zurück an meine Schulzeit. Wir gingen 6 Tage zur Schule, haben für die Zukunft gelernt, aber niemals für sie demonstriert. Der Klimawandel war uns durchaus bewusst, denn wir haben ihn erlebt: während der Sommerferien war es sehr warm, in den Winterferien eher kalt.

Ein großes Thema war die Aufklärung. Basiswissen vermittelte uns Oswalt Kolle, der Rest war „learning by doing“. Seine „Helga“ hatte damals mehr Fans als Trulla jemals haben wird.
Wichtige Fragen des Lebens beantwortete Doktor Sommer und in den Kinos erfuhren wir, dass Krankenschwestern niemals Unterwäsche tragen. (Nein, auch nicht im Winter!!) Danke an den „Krankenschwesternreport“ und alle seine Fortsetzungen für diese Information.Trotz zwischenzeitlich vieler eigener Krankenhaus-Aufenthalte kann ich diese Information weder bestätigen noch dementieren, grüße aber mal alle Krankenschwestern.

Ja, wir wurden sexuell aufgeklärt, nur die politische Aufklärung kam etwas zu kurz. 
Das aber hat sich glücklicherweise in der Neuzeit geändert, den Anstalten sei Dank. Boten diese öffentlich-rechtlichen Anstalten früher nur gute Unterhaltung für relativ kleines Geld haben sie sich mittlerweile weiterentwickelt, ihren Geldbedarf gesteigert und sich zu Aufklärungsanstalten empor geschwungen. 
Dank dieser Anstalten wissen wir, dass es in der ganzen Welt unhaltbare Zustände gibt, wir aber auf einer Insel der Glückseligen leben; und das sogar gut und gerne.
In Nordkorea wird die Meinungsfreiheit unterdrückt, in China das Internet zensiert? Nein, wir regen uns darüber auf, denn das ist bei uns absolut unvorstellbar. 

Der US-amerikanische Präsident taugt nichts, denn er arbeitet für ein symbolisches Gehalt von 1 Dollar, während er das ihm zustehende Gehalt von 400 000 Dollar pro Jahr spendet. Nein, liebe Damen, geehrte Herren und verehrte Sonstige, für ein Jahresgehalt von nur einem Dollar kann man keine Qualität verlangen. Was gut ist kostet Geld, wie unsere Abgeordneten immer wieder gerne beweisen und bei der Vorstellung nur einen einzigen Dollar zu bekommen bilden sich Schweißperlen auf der Stirn von Philipp Amthor und Kollegen. 

Die schlimmsten Zustände allerdings herrschen in Russland., dieser feindlichen Macht im fernsten Osten. Dort hat eine breite Mehrheit dafür gestimmt Präsident Wladimir Luzifer Putins Macht noch weiter und für längere Zeit auszubauen. Natürlich konnte er dieses Referendum nur für sich entscheiden, weil seine Helfershelfer 27 Millionen Stimmzettel fälschten. „27 Millionen gefälschte Stimmzettel?? Nein, dieses Land ist dem Untergang geweiht“ prophezeit die Nette und ich stimme ihr zu. 

Dort herrscht anscheinend finsterste Diktatur und Wahlfälschungen sind absolut normal, während bei uns alles auf´s Beste geregelt ist. 
Schauen wir uns um in Deutschland und wir werden den Unterschied erkennen.

Eine verschwindend kleine Minderheit des Volkes wählt den Bundespräsidenten, die oberste Instanz des Staates. ( Liebe Grüße an das Wahlding Olivia Jones, der, die, das ja ein Teil dieser auserwählten Minderheit war.)
Der Bundespräsident (überbezahlt, überflüssig und überschätzt) wiederum nutzt die ihm verliehene Macht und korrigiert das Ergebnis einer Bundestagswahl, macht also die Wahlverlierer zu Gewinnern und hält sie damit an der Macht.

Zur Korrektur einer Ministerpräsidentenwahl reicht ein Machtwort der Bundestrulla, die Wahl eines Ortsvorstehers (ich erinnere an Altenstadt-Waldsiedlung) kann korrigiert werden durch die Unmutsbekundung einer Parteivorsitzenden in Berlin und eine vom Volk abgesegnete Verfassungsänderung in Hessen kann rückgängig gemacht werden durch eine einzige Stimme Mehrheit der Regierungskoalition, wie in Hessen gerade eindrucksvoll bewiesen wurde. 

Das ist wahre und echte Demokratie, liebe Damen, geehrte Herren und verehrte Sonstige. Das ist gelebte Demokratie in Deutschland und wir alle schauen absolut zu Recht und voller Abscheu auf Russland, wo Wahlfälscher ihr Unwesen treiben, nur in Deutschland geht es demokratisch zu!!

„Und natürlich in der EU, wo dein Röschen zur Kommissionspräsidentin gewählt wurde, obwohl sie nie zur Wahl stand.“ erinnert mich die Nette an den für mich schmerzlichen Abgang meines Röschens in Richtung Brüssel.

Gerne erinnere ich zurück an Röschen, deren „PUF“ (Panzer-Ursel-Fanclub) ich leiten durfte.
Mannhaft hat sie die Truppenstärke durch den Einsatz von Beratern mehr als verdoppelt, Umstandsuniformen für schwangere Soldatinnen und Soldaten selbst genäht, Auslandsreisen für unserer Friedenstruppen organisiert und rechtsradikale Umtriebe innerhalb der Truppe bekämpft. Ja, sie war gut und die vorerst letzte Ministerin, die diesen Job in Vollzeit ausgeübt hat.

Beerbt wurde sie von Annedings Kampf-Klarinettenbauer (oder so ähnlich), die als Teilzeitkraft die Truppe und ansonsten die CDU zu neuen Ufern führt. Ein neuer Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Einführung einer Frauenquote……..
…. „Was ich durchaus verstehe“ meint die Nette dazu. „Ist sie nicht selbst eine Quotenfrau, der man die Truppe anvertraut hat trotz fehlenden Wissens, ohne jegliche Qualifikation für den Job? Wahrscheinlich also nur wegen ihres Geschlechts?? Ich käme mir ziemlich seltsam vor, einen Job zu bekommen nur wegen meiner Geschlechtsmerkmale!!“

Gut, kommen wir also nun zu den Geschlechtsmerkmalen der Netten
„ZAUSEL, wage es nicht!!!“ schreit die Nette empört auf und spricht in Großbuchstaben zu mir. 

Ich verzichte also auf die Erwähnung irgendwelcher Geschlechtsmerkmale und komme deshalb auf die Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestags zu sprechen, die stets bestens gelaunte Eva Högl, die möglicherweise ebenfalls als Quotenfrau und wegen ihrer Unkenntnis der Truppe diesen Job bekommen hat. Wir alle wissen mittlerweile zur Genüge, dass Deutschland ein Problem mit „Räääächten“ hat, die selbst die Rumpelwehr unterwandern. Dies hat auch Högls Evchen erkannt und möchte als Gegenmittel deswegen die allgemeine Wehrpflicht wieder einführen. Nun ist aber diese Wehrpflicht eher Gegenstand von Lust und Laune der jeweiligen Minister und deren persönlichen Wünschen unterworfen. Man führt sie ein, man schafft sie ab, man führt sie wieder ein oder auch nicht. Aber natürlich ist sie ein durchaus wirksames Mittel zur Bekämpfung „rechtsextremer Umtriebe“ innerhalb der Truppe. Warum das so ist oder sein soll?? Fragen Sie nicht mich, liebe Damen, geehrte Herren und verehrte Sonstige, fragen Sie Högls Evchen. 

Sie erreichen Evchen unter der Postanschrift:

Platz der Republik 1
11011 Berlin

oder telefonisch unter der Nummer
+49 30 227 -38100

gerne aber auch per Fax unter der Nummer
+49 30 227-38283

Bestellen Sie ihr bitte liebe Grüße von mir. Danke.

Keinerlei Kontaktdaten aber verrate ich Ihnen von unserem Heimat,- Wohnungsbau,-und Innenminister, dem Drehhofer-Horstel. Der Minister ist beschäftigt. Wahrscheinlich bereitet er gerade eine Klage vor, die er dann doch nicht einreicht, oder er arbeitet an einer Rede, die wahrscheinlich niemanden interessiert und die er deswegen auch nicht halten wird. Eventuell bereitet er aber aber auch ein Dementie vor, was er aber wahrscheinlich unverzüglich dementieren wird. Ja, der Horst setzt sich gerade auseinander mit „Racial Profiling“, dem Agieren von Polizeikräften auf Grund äußerer Merkmale, also wegen der Hautfarbe. Horst aber hat erkannt, dass es dieses Problem nicht gibt in Deutschland, weil es verboten ist, dieses „Racial Profiling“. Natürlich könnte man diesen Vorwurf entkräften, in dem man sich einfach auf die Kontrolle von weißen Bartträgern, hellhäutigen Tätowierten oder besoffenen Albinos konzentriert. 

Nein, liebe Sicherheitsorgane, „People of Colour“ sind prinzipiell von irgendwelchen Kontrollen auszunehmen um den Rassismus-Vorwurf nicht noch mehr zu befeuern. Ich persönlich beziehe den Begriff „People of Colour“ übrigens auf Grund meiner Unwissenheit auf Maler und Autolackierer, nicht auf die Hautfarbe eines Menschen.

Für mich gibt es eben nur Menschen, die heller oder etwas weniger hell sind, die sich aber ansonsten nur durch ihren Charakter unterscheiden, das eigentlich wesentlichste Unterscheidungsmerkmal. Und ich glaube nicht, dass Menschen nur wegen einer dunkleren Hautfarbe prinzipiell unschuldig sind und allein wegen ihrer Hautfarbe irgendwelche Nachteile erleiden, denn das zu behaupten wäre meines Erachtens offener Rassismus gegenüber Menschen mit hellerer Hautfarbe. An dieser Stelle weise ich stolz darauf hin, dass ich solche rassistischen Begriffe wie „schwarz“ oder „weiß“ erfolgreich vermieden habe.

Aber kommen wir nun von Ministerinnen und Ministern zu den politischen Nachwuchskräften in der zweiten oder gar dritten Reihe. Auch diese Geschöpfe haben ein Mitteilungsbedürfnis und veranstalten deswegen gern und oft mal eine Pressekonferenz.
Einen Höhepunkt dieser Öffentlichkeitsarbeit lieferte in dieser Woche nicht etwa Saftzahn Chebli ab, die Staatssekretärin für Irgendetwas, die es immer wieder perfekt versteht mit der ihr eigenen Art für Verwirrung und Unverständnis zu sorgen.

Nein, es geht noch tiefer.
Aus den intellektuellen Tiefen der Politik kam Daniela Ludwig ans Licht der Öffentlichkeit, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung (!!)
„Irgendwie war mir schon immer bewusst, dass die Bundesregierung eine eigene Drogenbeauftragte hat, denn von nichts kommt nichts und irgendjemand muss doch die Drogen liefern, die das Bewusstsein der Regierung erweitern.“ meint die Nette, und ich bin entsetzt. 

Also, Daniela Ludwig stellte sich den Fragen der Journalisten bei dieser Pressekonferenz und hat mich absolut überzeugt, denn mit der dabei bewiesenen Arroganz und Abgehobenheit steht ihr sicher noch eine glänzende Karriere bevor, zumindest in der Politik.
„Halten Sie Alkohol für schädlicher als Cannabis?“ fragte ein Journalist die Drogenbeauftragte und sie antwortete, wahrscheinlich ausgestattet mit enormen Wissen, welches dieser Job verlangt „Cannabis ist kein Brokkoli“ und schob noch nach: „Sie werden mit meinen Antworten leben müssen, so wie ich mit Ihren Fragen leben muss.“ Das nenne ich Öffentlichkeitsarbeit vom Feinsten, gepaart mit gut bezahlter Überheblichkeit und an Dümmlichkeit kaum zu überbieten.
Wie ernst aber nimmt wohl ein Journalist seinen Job, der sich mit einer solchen Antwort zufrieden gibt?? 

Aber ich sehe nach nicht nur negative Politik-Gestalter/innen, ich erkenne auch die positiven Erscheinungen unter ihnen.
Während immer mehr Politiker bemüht sind große Geldbeträge zur Rettung der Welt ins Ausland zu transferieren gibt es eine durchaus bescheidene Spitzenpolitikerin, die sich mit Kleckerbeträgen zufrieden gibt.
Mit bescheidenen 40 Cent rettet die ehemalige Deutsche Weinkönigin (1995/96) und jetzige Ministerin für Landwirtschaft, Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, alles, was sich nicht schnell genug in Sicherheit bringt.

Nur 40 Cent mehr pro Kilo Fleisch retten die landwirtschaftlichen Erzeuger, dienen dem Tierwohl, verbessern die Lebensbedingungen der Mitarbeiter in der Fleisch-Industrie, verhindern wohl auch das Schreddern von Millionen Küken jährlich und das betäubungslose Kastrieren von Schweinen.
Ja, Julia, du bist mein Stern am Firmament der Politik und sämtliche bisher gemachten Fehler lasten wir deiner Amtsvorgängerin an, wie du im „Bericht aus Berlin“ eindrucksvoll und ausdrucksstark bewiesen hast. 
Nun aber………

„Nun aber wirst du sicher gerne und sofort in die Küche eilen, um den längst überfälligen Cappuccino zu bereiten und ihn anschließend mit einem freundlichen Gesicht servieren, Zausel“ bittet die Nette mich ganz höflich und Minka, die Hauskatze ergänzt: „Und für mich einfach nur ein Döschen Thunfisch, Zausel, aber auch schnell und freundlich serviert.“
Trotz meines vollen Auftragsbuchs hinterlasse ich noch die Drohung:

ICH KOMME WIEDER

Tschüüüüssssss……..

P.S.: Noch eine Empfehlung zum Schluss: sollten Sie in der vor uns liegenden Woche beabsichtigen gegen die Klimaerwärmung zu demonstrieren ziehen Sie sich bitte etwas wärmer an, vergessen Sie Ihre Maske nicht und halten Sie den Mindestabstand ein. Mehr kann ich leider nicht für Sie tun, liebe Damen, geehrte Herren und verehrte Sonstige.

P.P.S.: Ich freue mich immer über Zausels Jugenderinnerungen, mache mir aber auch gleichzeitig Gedanken darüber, was in seiner Erziehung schief gelaufen ist.
Ich wünsche uns allen eine schöne Woche, beneide die Menschen, die keinen Zausel haben und freue mich auf ein Wiederlesen.
LGB

Titelbild Pixabay, Wolfgang Falout 12.07.2020

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