Wolfgang Falout lebt im schönen Hessen, und schreibt schon sehr lange politische Satire. Aus diesem Grunde freuen wir uns auf seinen politischen Wochenrückblick. Dieser erscheint immer Sonntags hier.

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Der politische Wochenrückblick......

WIEDER EINMAL HOCKE ICH IM SCHAUKELSTUHL,……..

………….und begrüße Sie auf das Allerherzlichste, liebe Damen, geehrte Herren und verehrte Sonstige.

Ansonsten erfreue ich mich nur an meinem Dasein und habe ein paar Neuigkeiten für Sie.

Zunächst einmal darf ich Ihnen mitteilen, dass ich sehr wahrscheinlich für alle Zeiten ausgesorgt habe und mit mir natürlich auch meine Familie. Der Grund dafür sind die Neuigkeiten, die es da so zu vermelden gibt.
Es gibt gute, aber auch schlechte Nachrichten und mit einer schlechten Nachricht möchte ich beginnen.

Ab sofort reisen keinen kranken Flüchtlingskinder mit ihren Familienangehörigen mehr ein. 

Die Zuwanderung geht zwar unvermindert weiter, aber es kommen zukünftig nur noch „behandlungsbedürftige Kinder und Jugendliche mit ihren Kernfamilien“, wie meine Zeitung mir mitteilte. 
Ich habe das unvorstellbare Glück Diabetiker zu sein, bei dem einige Teile des Körpers durch irgendwelche Bauteile aus Kunststoff nachgebessert wurden und bin wegen einiger anderer Gebrechen also auch sehr wahrscheinlich ein „behandlungsbedürftiger Jugendlicher“.
„Zausel, du bist 66!!“ wirft die nette, allzeit sympathische, aber nicht allzu große Frau ein.

Nun, 66 ist kein Alter und damit ist man durchaus noch ein Jugendlicher, wie die Justiz immer gerne beweist, wenn sie schon etwas ältere Semester nach dem Jugendstrafrecht verurteilt, oder besser gesagt einfach nur beurteilt. 

Ja, meine Familie besteht also aus Kindern, Schwiegerkindern, Enkelkindern und Urenkelkindern……

„Vergiss die Katze nicht.“ erinnert mich Minka.

….und einer Katze, die selbstverständlich auch zu meiner Kernfamilie zählt und damit ebenfalls Anspruch auf lebenslange Versorgung hat.
Nein, ich finde unser Sozialsystem gut, kümmert es sich doch schließlich um jeden, der eine weite Anreise hatte.
Sollten Sie daran interessiert sein einen Behandlungsbedürftigen und seine Kernfamilie aufzunehmen informieren Sie sich bitte vorab anhand der Bilder, die im Internet zum Zweck einer besseren Vermittlung veröffentlicht werden.

Beachten Sie aber bitte, dass es sich dabei um Symbolfotos handelt und die tatsächliche Lieferung von den Abbildungen geringfügig abweichen kann. 
Ein Bild von den erwarteten Behandlungsbedürftigen und ihren Kernfamilien machte sich in diesen Tagen Armin Laschet („der lasche Armin“), der unsere nächste Bundestrulla werden will, direkt vor Ort in Griechenland. Etwas überstürzt aber reiste er wieder ab, denn die Zahl seiner Verehrer dort auf den Inseln hat ihn etwas überrascht und er hatte dementsprechend nicht genügend Autogrammkarten und Briefwahlunterlagen dabei.

Natürlich werden die einreisewilligen Behandlungsbedürftigen streng kontrolliert und ihr Aufenthalt noch strenger beobachtet.
Noch strenger aber geht es (zumindest hier in Hessen) zu, wenn es um griechische Landschildkröten geht, wie ein Schriftwechsel zeigt, der mir vorliegt und der beweist, dass man sich Gedanken macht beim Dezernat V 51.1 beim Regierungspräsidium in Darmstadt. Eine meiner zahlreichen Töchter bekam von einer lizenzierten Züchterin besagter Schildkröten 3 Exemplare gegen Zahlung eines Betrages, der die Kosten für die Ausstellung von EU-Bescheinigungen decken soll. (Ja, Landschildkröten brauchen einen Abstammungsnachweis.

Leider hat meine Tochter bis jetzt keinen solchen Abstammungsnachweis und bekam deswegen Post aus besagtem Ministerium. Bis zur endgültigen Klärung der Abstammung sind die Schildkröten illegal (!!), sie darf sie also nicht halten, aber bis auf Weiteres „verwahren“. Gleichzeitig droht das Ministerium aber auch die Einziehung (nach § 47 i. V. m. § 51 Bundesnaturschutzgesetz) durch das Land Hessen an, bietet aber nach Abschluss eines Überlassungsvertrags die Erlaubnis zur weiteren Verwahrung an. Wie viele griechische Landschildkröten sich wegen fehlender Papiere bereits im Besitz des Landes Hessen befinden ist mir nicht bekannt, bekannt sind mir aber mittlerweile die erforderlichen Auskünfte.

Gefragt wird nach dem Datum des Zugangs, dem Alter und der Anzahl, dem Geschlecht und der Herkunft, nach dem Ort der Haltung und dem Verwendungszweck (Haustier, Gewerbe oder Zucht) und der EU-Bescheinigungsnummer.

Natürlich gibt es diese EU-Bescheinigung, welche erteilt wird nach der Verordnung (EG) Nr. 338/97 und der Verordnung (EG) Nr. 792/2012. Der Antrag auf Erteilung dieser Erlaubnis liegt mir vor, die Erklärung zu den einzelnen Fragen ebenfalls und warum man Flüchtlinge von den griechischen Inseln dem Erwerb von griechischen Landschildkröten bevorzugt ergibt sich aus diesen Unterlagen, welche ich gerne und mit großem Vergnügen demnächst veröffentliche. Bis dahin aber wenden Sie sich bitte mit eventuellen Fragen an das Regierungspräsidium Darmstadt, Dezernat V 51.1 (Landwirtschaft, Fischerei und internationaler Artenschutz)
Erschreckend erscheint mir die Tatsache, dass Landschildkröten ohne Nachweis ihrer Herkunft illegal sind. Glücklicherweise ist man da bei „Zuwanderern aus anderen Gründen“ flexibler.

Aber um den Tierschutz kümmert sich auch unsere ehemalige Deutsche Weinkönigin, die jetzige Bundesministerin für Landwirtschaft und noch irgendwas, Julia Klöckner. Zwar ist Glyphosat mittlerweile kein Thema mehr, Schweine werden auch weiterhin betäubungslos kastriert und Millionen von Küken werden auch immer noch geschreddert, aber nun kümmert sie sich wirklich.

Sie bittet Bau- und Supermärkte auf den Verkauf von torfhaltiger Erde zu verzichten und bekräftigte den Willen „unserer“ Regierung bis Ende 2026 einen Ausstieg aus der Torfverwendung anzustreben. Prima, die Frau hat ein wichtiges Problem angesprochen und wer schon einmal die verzweifelten Schreie eines Torfs („oder einer Törfin“ fügt die Nette ein) gehört hat, wenn er („oder sie“) gestochen wird versteht das Bemühen der Frau Klöckner und Schweine und Küken jubeln ihr zu.

Großer Jubel herrscht auch unter den Touristen, denn die Bundesregierung hat die Reisewarnung für die türkischen Küstenprovinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla aufgehoben. Grundlage dafür ist eine Vereinbarung mit der türkischen Regierung über „sicheren Reiseverkehr in der Corona-Pandemie“.

„Wahrscheinlicher scheint mir allerdings zu sein, dass die türkische Regierung einfach nur einige Bilder aus Flüchtlingslagern gezeigt hat, um damit den Druck auf die deutsche Regierung für Reiseerleichterungen zu erhöhen, so nach dem Motto „Schickst du mir Touristen, behalte ich Flüchtlinge, wenn nicht dann………“ vermutet die Nette natürlich absolut zu Unrecht. 

Auf die Reise machten sich auch einige Dutzend Corona-Leugner, Maskenverweigerer, Reichsbürger, Nazis und sonstiger Abschaum. Sie alle fuhren mit 3000 Reisebussen nach Berlin und trafen sich dort unter dem Motto „Tag der Freiheit“ (wer erinnert sich nicht daran, dass ein Film von der (Zitat) „Nazi-Ikone“ Leni Riefenstahl über den Reichsparteitag der NSDAP 1935 den gleichen Titel trug?) Sehen Sie, liebe Damen, geehrte Herren und verehrte Sonstige, schon ist der Zusammenhang hergestellt. Ganz einfach. Man muss nur lange genug wühlen. Vollkommen unbemerkt von der Berliner Polizei ( im Polizeibericht wurde dieser Aufmarsch nicht erwähnt) trugen die Teilnehmer den Terror in die Stadt und nur dem beherzten Eingreifen tausender „Omas gegen rechts“ ist es zu verdanken, dass größerer Sachschaden verhindert wurde.

Der eigentliche Zweck dieses Einmarschs in Berlin aber wurde verheimlicht, ich aber verrate Ihnen den Hintergrund. Dieser ganze Aufmarsch diente einzig und allein dem Zweck eine deutsche Qualitätsjournalistin namens Dummja Halali oder so ähnlich zu schubsen. 
Aber natürlich drangen auch diskriminierende Äußerungen aus den weit aufgerissenen Mäulern dieses menschlichen Bodensatzes und ich möchte deshalb die Ex-Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Margot Käßmann, zitieren, welche in einem anderen Zusammenhang mehr Respekt voreinander forderte und sagte „ Es ist eine Frage des Anstands, ob wir diskriminierende Äußerungen benutzen, die andere verletzen“.
Als treuer Gefolgsmann der Kirche schließe ich mich diesen weisen Worten vorbehaltlos an, möchte aber erwidern: „Es ist auch eine Frage des Anstands, ob man besoffen Auto fährt und damit andere gefährdet.

„Zausel, kein Wort gegen die Kirche, denn sie ist unheimlich wichtig in dieser Zeit“ ermahnt mich die gute Frau.
Gut, aber nicht nur die Kirche ist wichtig, es erscheint mir auch wichtig, dass frischer Wind in die Politik einkehrt und wer wäre dafür besser geeignet als Kevin Kühnert, die Windmaschine der SPD?

Nach (wahrscheinlich) reiflicher Überlegung hat er sich nun entschieden seinen Vorsitz bei den JUSOS niederzulegen und für den Bundestag zu kandidieren, um „Veränderungen, die wir als Jusos angestoßen haben, auch in die SPD-Bundestagsfraktion und ins Parlament hinein zu rücken.“

Kandidieren wird er im Berliner Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg, sein Mitbewerber in diesem Bezirk ist dann wohl Michael Müller, der Regierende Bürgermeister von Berlin, den es auch in den Bundestag zieht. 
„Berlin hat bereits viel Elend erlebt und auch überlebt und wird auch diese Kandidaten verkraften.“ behauptet die Nette. „Allerdings könnte ich mir durchaus vorstellen, dass Kevin mit seiner Lebensgeschichte auch die Grünen- und Grüninnenwähler und -wählerinnen begeistern kann.

Kevin, ein jugendlich wirkender 31-jähriger Vollblutpolitiker mit grob geschätzt 150 Jahren Lebenserfahrung, ein Studium der Kommunikationswissenschaften erfolgreich abgebrochen, nachdem er sich diesen Studienplatz vor Gericht erstritten hatte und danach für dreieinhalb Jahre als Mitarbeiter eines Callcenters erste (und wahrscheinlich einzige) Erfahrungen im Berufsleben gesammelt hat. Ein weiteres Studium der Politikwissenschaft an der Fernuniversität Hagen ruht seit 2016, aber von 2014 bis heute heute arbeitete er immerhin in verschiedenen Abgeordnetenbüros.

Ich finde ja, dass er mit dieser Lebensgeschichte auch bei den Grüninnen und Grünen Karriere machen könnte, aber wo auch immer, die Politik braucht Kevin Kühnert.“ tönt die Nette, wirkt aber nicht so überzeugt.

Jetzt aber wenden wir uns endlich Hessen, der geliebten Heimat, zu.

Hier in dem Land unter den Ländern gibt es wirklich nichts was es nicht gibt.

Hessens prominentester Korruptionsverfolger, ein Oberstaatsanwalt, sitzt in Untersuchungshaft wegen Korruptionsverdacht.

Viele Mitarbeiter, die ihren Arbeitgeber, die Arbeiterwohlfahrt AWO (und damit auch Spender und ehrenamtliche Mitarbeiter) betrogen haben, leider nicht. Einem bekannten Oberbürgermeister war weder das überhöhte Einkommen seiner Gattin bekannt, noch verwunderte ihn der Dienstwagen der Ehefrau vor der Tür, auf den sie zwar keinen Anspruch hatte, der aber über Monate hinweg von ihr genutzt wurde. 
Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport wird nun wegen der Corona-Krise wohl doch staatliche (Finanz)-Hilfe benötigen, „bietet“ aber gleichzeitig auch den Abbau von bis zu 4000 Stellen an. (Nein, Peterle Altmaier, natürlich gehen wegen Corona keine Arbeitsplätze verloren

Immer mehr Menschen beklagen die Einschränkung ihrer Freiheit wegen Corona, in Hessen beschert Corona zusätzliche Freiheiten, denn zur Entlastung der Haftanstalten in dieser Coronakrise müssen rund 8000 Straftäter nicht ins Gefängnis.

In Hanau, „der Stadt der Tat und des Täters, der ewigen Mahnung und Erinnerung und des Oberbürgermeisters“ streitet man über den Standort für ein Denkmal, Ehrenmal oder auch Mahnmal für die Opfer des 19. Februar, denn einige Bürger halten das Denkmal der Brüder Grimm für nicht geeignet.  Leute, die Brüder Grimm waren große und weltberühmte Bürger dieser Stadt, die Opfer der Tat sicher ebenfalls. Mein Vorschlag zur Güte. Lasst doch einfach Bronzeskulpturen der Opfer herstellen und wechselt im monatlichen Rhythmus die Figuren auf dem Denkmal aus.

Im Falle des „Geschehnisses“ zu Volkmarsen herrscht noch immer absolute Windstille, ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Ermittlungen auf Hochtouren laufen und erste Erkenntnisse demnächst veröffentlicht werden.
Sie sehen also, dass alles den gewohnten Gang geht……….

„……und auch du solltest jetzt deinen gewohnten Gang gehen, Zausel. Also von hier direkt in die Küche, denn der Cappuccino duldet keinen Aufschub“ bringt sich die Nette in Erinnerung.
Und auf dem Weg hin zur Küche höre ich die Stimme Minkas, welche da fordert: „und bring das Katzenfutter mit, Zausel. Gerne auch eine etwas größere Portion, denn du weißt ja CATLIVESMATTER.“

Mein Leben ist nicht immer leicht, ganz bestimmt aber abwechslungsreich.
Ich hinterlasse die übliche Drohung:

ICH KOMME WIEDER.

Tschüüüüssss………..

P.S.: Noch ein Nachtrag zur letzten Schaukelstuhlgeschichte, in der ich das Schicksal der von uns im WK 2 besiegten Russen und Amerikaner schilderte, dabei aber die ebenfalls besiegten Briten und Franzosen nicht erwähnte. Nach jahrelangen kriegerischen Auseinandersetzungen wurden die Briten mittlerweile vom Staatsgebiet Europas vertrieben und vegetieren auf einer Insel in der Nordsee in Armut vor sich hin. Besonders hart getroffen hat es die Franzosen, die als Zeichen ihrer Unterwerfung in kurzen zeitlichen Abständen ihren Staatspräsidenten nach Deutschland schicken müssen, der dann als Zeichen der Unterwerfung die Hängelefzen unserer Trulla pflügen muss. Insider sprechen allerdings davon, dass er dafür sehr gut bezahlt wird. Schöne Woche Ihnen allen. 

P.P.S.: Zu meiner eigenen Sicherheit gebe ich bekannt, dass ich nicht in allen Punkten mit dem Zausel übereinstimme. Oder eigentlich doch.
Sollte es sich ergeben, dass wir für längere Zeit verreisen müssen, müsste sich bitte jemand um die Katze kümmern, denn sie kann ja nichts dafür.
Ich wünsche eine schöne Woche und freue mich auf ein Wiederlesen.

Titelbild Pixabay, Text Wolfgang Falout 09.08.2020

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