Mir reicht es nun....

Mit Beginn der sogenannten Corona Pandemie kam auch recht schnell die Maskenpflicht. Diese Mund-Nasen-Bedeckung, wie dieser Maulkorb auch genannt wird, ist ziemlich oft der Anlass für Streitigkeiten. Sei es im Bekanntenkreis, auf der Arbeitsstelle, unter Freunden, und selbst in Familien. Es gibt die unterschiedlichsten Ansichten über das Für und Wider diese Masken zu tragen. Aber als Bürger hat man kaum noch eine Wahl. Unter Androhung von zum Teil drakonischen Strafen, wird jeder von uns gezwungen, diese Maskenpflicht zu ertragen. Die Medien tun ihr Übriges mit der täglichen Verbreitung von angeblichen Corona-Infektionszahlen. Sehr oft unterscheiden sehr viele Menschen leider nicht zwischen den Testergebnissen und den real Erkrankten.

Denn das ist ein großer Unterschied. Die Angst vor Corona beherrscht in einem ungeheuerlichen Maß die Medienwelt, und deren angsterzeugende Berichterstattung in der Bevölkerung. Die Taktik der Panikmache scheint aufzugehen, die Hysterie ist in letzter Zeit eklatant größer gewörden. Als Einzelner ist es sehr schwer sich dagegen zu wehren, denn die Gesellschaft ist inzwischen gespalten, in die Gutgläubigen und die Zweifler. Einen Grund sehe ich jedoch in der unglaublichen Zahl der Unwissenden, die blind den Zahlen des RKI glauben und sich einlullen lassen von Herrn Drosten und Co. Ich höre sogar sehr oft, wie froh Menschen sind, dass uns die Kanzlerin so sicher durch die Krise führt. Ich bin dann jedes Mal fassungslos über solche Dummheit.

Nun gibt es Menschen, die wegen einer Erkrankung von der Maskenpflicht aus ärztlicher Sicht befreit sind. Zu diesem Personenkreis gehöre ich. Eigentlich könnte ich mich nun darüber freuen, jedoch wäre ich lieber gesund und bräuchte nicht dieses Attest. Wenn auch ich nun diese Maske nicht tragen kann, und auch nicht muss, so macht dieser Umstand das Miteinander in unserer Gesellschaft nicht gerade leichter. Viele Mitbürger akzeptieren uns NICHTMASKENTRÄGER nämlich nicht, und sehen uns als die bösen MASKENVERWEIGERER. Was  nun mal nicht stimmt. Ich gestehe allen jedoch auch zu, dass eine Unterscheidung sehr schwer ist, ja eigentlich unmöglich. Ich persönlich habe es mehrfach immer wieder versucht die Maske zu tragen, jedoch ist dies aus den erwähnten gesundheitlichen Einschränkungen absolut unmöglich.

Der Alltag und das Miteinander wird erschwert durch böse Blicke, raunen und meckern hinter meinem Rücken. Auch werde ich oft direkt angemahnt sofort eine Maske aufzusetzen. Es geht soweit, dass ich bereits zum dritten Mal aufgefordert wurde, die Räumlichkeit zu verlassen, was einem Rauswurf gleichzusetzen ist. In einem Sozialkaufhaus, einem Gemischtwarenhandel und einer Veranstaltung der Stadt nahm man auf meine ärztliche Befreiung keinerlei Rücksicht. Die Verantwortlichen beriefen sich immer auf das Hausrecht und das Infektionsschutzgesetz. Soweit ist es nun schon gekommen in unserem Land. Es gibt zwar das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), aber das scheint niemand zu kennen. 

In Berlin verabschiedete das Abgeordnetenhaus am 04.06.2020 sein Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG). Im §2 des ersten Abschnitts wurde sogar ein Verbot der Diskriminierung in bestimmten Fällen ausgesprochen.

So sieht jedoch die Realität aus: Jeder Mensch, der trotz einer Erkrankung keine Maske tragen braucht, muss dennoch  damit rechnen nicht mehr einkaufen zu können, weil er vom Personal oder dem Geschäftsführer vor die Tür befördert wird. Mit diesem Gefühl einen Supermarkt, Frisör, Fachgeschäfte verschiedenster Art zu betreten, ist immer ein Abenteuer unangenehmster Art. Ein ärztliches Attest hilft dabei nicht! Diese Erfahrung musste ich trotzdem machen. Das Personal ist in keiner Weise aufgeklärt, sondern in Hysterie versetzt. Die Angst steht ihnen förmlich im Gesicht geschrieben, da sie der festen Überzeugung sind, sie müssten dann ein Bußgeld bezahlen, was so nicht stimmt.  Meine Empfehlung sich bei der  zuständigen Corona-Hotline zu vergewissern wird meist verärgert abgetan. Zum Schutz des Personals muss natürlich auch gesagt werden, dass vom Arbeitgeber in vielen Fällen verlangt wird Kunden in diesen Fällen (hauptsächlich Einzelhandel) abzuweisen,…..sogar unter Androhung einer Kündigung! 

Es scheint nicht gewollt, sich ernsthaft mit den Verordnungen und Gesetzen zu befassen. Blindlings werden Anordnungen umgesetzt. Auch den Bußgeldkatalog scheint niemand zu kennen. In diesem heißt es unter anderem: „Personen mit Behinderungen oder physischen Einschränkungen, denen das Tragen von einem Mundschutz nicht möglich oder zumutbar ist, sind von der Tragepflicht ausgenommen.“

Und nun ist es genug! Man wird als Mensch 2. Klasse behandelt, und degradiert zu einer „Persona non grata“,….zu einem Menschen, der unerwünscht ist. Man hat nichts verbrochen, hat für dieses Land sogar lange Zeit im Gesundheitsbereich gearbeitet, und bekommt heute dafür eine nicht gerade üppige Rente. 

Was macht dieser Staat mit uns Menschen? Er spaltet mit unsinnigen Verboten, Anordnungen und Panikmache die Gesellschaft. Nur weil wir den aufgezwungenen Anordnungen (aus gesundheitlichen Gründen) widersprechen, werden wir diskriminiert. Die Verängstigung der Menschen geht soweit, dass kranke Menschen ausgegrenzt werden, wie Aussätzige. Wir Betroffenen haben weder Lepra noch die Pest. Wir verweigern nicht die Maske, wir können diese nicht tragen aus genannten Gründen. Ich fühle mich fast zurückversetzt in die Zeit nach 1933, wo auch menschenverachtende Zustände herrschten. Natürlich kann ich nicht für alle sprechen, aber es ist irrsinniger Weise inzwischen ein Klima der Angst in der Bevölkerung entstanden, die das ganze menschliche Miteinander infrage stellt.

Ich habe einmal gelesen: ANGST ist das gefährlichere VIRUS – das kann ich unterstreichen. Angst lässt scheinbar alle vernünftigen Argumente nicht mehr zu. Auch ein klarer, fachlich fundierter Austausch, findet oft nicht mehr statt. Ich erlebe meist sofort hektischen Aktionismus, wenn ich ein Geschäft betrete, hysterisches Personal, und keinerlei Entgegenkommen meine Situation zu akzeptieren. Meine Erklärungen werden oft nicht gehört, die Angst bezüglich einer Bestrafung hält alle im Bann. Was ist bloß mit uns passiert?

Die massiven Einschränkungen und Auflagen für die Geschäfte und das Personal bedeuten viel Stress für den Arbeitsalltag. Das kann ich sogar verstehen. Aber ich möchte auch, dass ich und andere Betroffene akzeptiert und respektiert werden, trotz der besonderen Situation.

Aber tatsächlich gibt es auch Ausnahmen, wenn auch sehr wenige. In manchen Geschäften und Supermärkten reicht der Hinweis auf mein Attest, und ich kann in Ruhe einkaufen. Aus diesem Grunde wird man natürlich überwiegend diese Geschäfte als Kunde besuchen, zum Nachteil der anderen. Muss dies tatsächlich alles so sein? Lasst uns endlich wieder Mensch sein, und vernünftig miteinander umgehen. Das wünsche ich mir.

Titelbild Pixabay, Stephanie 11.09.2020

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