Moria abgebrannt....was nun?

Die schrecklichen Bilder beim Brand des Flüchtlingscamps von Moria auf den griechischen Inseln gingen um die Welt. Was war geschehen? Zur Geschichte ein Rückblick, um die Situation der Migranten dort zu verstehen.

Das Flüchtlingslager befindet sich im Landesinneren der ostägäischen Insel Lesbos nahe dem Dorf Moria. Gedacht und konzipiert war das Lager anfänglich für 2800 Personen, jetzt in 2020 (Stand März) stieg die Zahl an auf bis zu 20000 Menschen. Moria ist und war das größte Flüchtlingslager in Europa seit Oktober 2015. Das frühere Gebiet des griechischen Militärs war von der EU als Registrierungs- und Aufnahmezentrum (Hotspot) zur Erstregistrierung von Geflüchteten zur Durchführung der Asylverfahren vorgesehen. Seit dem EU-Abkommen mit der Türkei im März 2016, ist Moria hauptsächlich zur Aufnahme der Rückkehrer aus der Türkei ein sogenanntes „Verweilzentrum“. Dort können Geflüchtete im Rahmen der Familienzusammenführung Asyl in Griechenland beantragen, ebenso können sie auf andere Länder verteilt, oder auch abgeschoben werden. Flüchtlinge, die nach dem März 2016 eingetroffen sind, dürfen allerdings nicht mehr auf das griechische Festland. Neben Moria bestehen noch zwei weitere Flüchtlingslager auf der Insel, das Lager Kara Tepe (für Familien), und ein weiteres, für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Nun existiert Moria nicht mehr, durch vermutete Brandstiftung wurde das Camp vollständig zerstört. Videos zeigen absichtliches Zündeln von Flüchtlingen sowie massive Angriffe auf griechische Feuerwehrleute in ihrem Kampf gegen die Flammen. Dieses aggressive Verhalten wirft natürlich Fragen auf. Wie aus anderen Medien zu erfahren ist, sind fünf verdächtige Migranten festgenommen worden. Wie konnte es dazu kommen?

Im Camp von Moria sollen unmenschliche Zustände geherrscht haben. Sanitäranlagen fehlten an allen Ecken und Enden, Zelte oder andere Unterkünfte wurden nicht zur Verfügung gestellt, und wenn, dann nicht in ausreichender Anzahl. So mussten sich die Menschen notwendigerweise meistens selbst helfen, und entsprechende Behausungen errichten. Ebenfalls war die Versorgung mit Lebensmitteln nicht gewährleistet. Bei der zu Beginn angedachten Belegung von knapp 3000 Personen, war dies natürlich logistisch nicht zu bewältigen. Diverse Flüchtlingsorganisationen haben schon lange Alarm geschlagen, und diese fatalen Zustände kontinuierlich angeprangert. Seit 2015 streitet die EU um die gerechte Verteilung der Menschen, und schafft es bis heute nicht innerhalb der 27 Mitgliedsstaaten eine klare Regelung herbeizuführen (Stand Juli 2020).

Die EU-Länder haben sich wiederholt ihrer Verantwortung entzogen. Zwar flossen unendlich viele Millionen an Geldern, doch das eigentliche Problem wurde dabei nicht gelöst. Der Wahrheit wurde nicht ins Auge gesehen, aber Geld allein löst die Probleme nicht.

Seit 2016 gab es immer wieder Aufstände in Moria mit Verletzten auf Seiten der Migranten sowie der griechischen Polizei. Im März dieses Jahres stürmten ca. 2000 Migranten auf das Festland, und forderten die schnelle Bearbeitung ihrer Asylanträge. Es kam zu Krawallen, unschöne Bilder haben wir in Erinnerung. Ein großes Aggressionspotential, besonders unter den jungen Migranten, wurde sichtbar. Anfang April dieses Jahres wurden bereits Hunderte von ihnen nach Belgien und Deutschland „evakuiert“. Der Druck der Hohen Flüchtlingskommission der Vereinten Nationen tat seine Wirkung. Die Zustände in diesem Camp schienen weltweit alles zu übertreffen, wenn man Vergleiche zu anderen zieht. Im April trafen 58 unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge in Deutschland ein. Dies wurde medienwirksam an die Öffentlichkeit gebracht. Unsere Bevölkerung wurde im Vorfeld mit schlimmen und sehr menschenverachtenden Bildern auf die Ankunft eingestimmt. Hauptsächlich zeigten diese eltern- und hilflose, weinende kleine Mädchen. Es kamen jedoch kaum Mädchen hier an, sondern männliche Jugendliche, fast alle mit Bart. Auch das darf wohl hinterfragt werden.

Hinzugekommen ist nun noch die weltweite „Pandemie“. Dies hat die Situation in Moria nochmals verschärft. Aus diesem Grund durften die Migranten von März bis Ende Juli das Lager nur in Ausnahmefällen verlassen. Anfang Mai 2020 wurden 500 von den ca.19.300 Menschen auf das griechische Festland verlegt. Im Mai 2020 lebten ca. 17.000 Flüchtlinge noch im Lager Moria. Ab September 2020 etwa 13.000 Frauen, Kinder und überwiegend  Männer.

Die griechische Regierung verhängte eine zweiwöchige Ausgangssperre für das gesamte Lager. Der Grund war ein erster an Covid 19 Infizierter. Dadurch spitzte sich die Lage nochmals zu. Kaum sanitäre Anlagen, schlechteste hygienische Bedingungen, keine ausreichende medizinische Versorgung. Auf Grundlage von Testergebnissen stieg die Anzahl der Infizierten (nicht Erkrankten) auf 35 Personen an. Es entwickelte sich eine Zeitbombe, die zu zerplatzen drohte. Die Menschen verweigerten eine Quarantäne rigoros. Die Situation eskalierte, und in der Nacht zum 8. September 2020 stand Moria in Flammen.Zahlreiche Videos belegen, dass es sich wohl um Brandstiftung gehandelt hat. Die griechische Regierung bestätigte diese Meldungen. Selbst am nächsten Tag brannten noch einige der vorhandenen Zelte. Schreckliche Bilder gingen erneut um die Welt. Rund 12000 Menschen waren nun obdachlos…..das absolute Chaos brach aus. Es kam Hektik auf, neue Diskussionen über die nicht funktionierende Flüchtlingspolitik innerhalb der EU waren Thema der Medien. Für die Menschen nichts Neues, seit fünf Jahren erzählt man der Welt langatmig etwas über Verteilungsmechanismen, und welche Probleme damit in Zusammenhang stehen. Es sollten alle EU-Staaten „Flüchtlinge“ aufnehmen,…..das übliche Gewäsch eben. Die deutschen Bürger sehen allerdings, dass gerade ihr Land immer mehr zum gelobten Fleckchen Erde wird. Aber hier geht es natürlich nicht um unser schönes Land, sondern um unser sehr spendables Sozialsystem.

Diverse Muslimverbände fordern nun die sofortige Evakuierung der Insel, und die Aufnahme der Menschen. In Deutschland bricht ein wahrer Aktionismus unter den Politikern aus, es entsteht ein Wettbewerb wer die meisten Flüchtlinge aufnimmt. So ist Berlin momentan Vorreiter, und spricht von viel Platz auf heimischem Boden. Die Caritas organisiert Medikamentenlieferungen und Schutzkleidung. Für die vielen Ankömmlinge soll eine medizinische Grundversorgung gesichert werden. Es ist keine Frage ob etwas passieren muss. Da dies jedoch nicht zu klappen scheint, hat der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller seinen Rückzug aus der Politik bis 2021 angekündigt. Er hatte vergeblich immer wieder die Evakuierung der Insel angemahnt.

Trotz des vielleicht notwendigen Aktionismus – der deutsche Bürger wurde nicht gefragt!

Aber wie ist die Situation vor Ort. Diese kann wohl nur als blankes Chaos bezeichnet werden. Menschen irren durch die Straßen, haben keine Nahrung, kein Wasser, keine Schlafplätze. Mütter mit ihren Kindern am Rande der Verzweiflung. Viele Migranten stehlen, und es kommt zu tätlichen Auseinandersetzungen mit der Bevölkerung und der Polizei. Nicht nur die Migranten sind die Verlierer, auch die griechischen Inselbewohner sind es gleichermaßen. 

Es scheint sich ein regelrechter „Krieg“ zu entwickeln. Jeder gegen Jeden. Die Hemmschwellen sind schon lange gesunken. Bei vielen Menschen geht es um das nackte Überleben.

Nicht nur die griechische Regierung, sondern die verantwortlichen EU-Politiker haben kläglich versagt. Wo ist nun die sogenannte europäische Lösung? Schon lässt unsere Kanzlerin verlauten, dass Deutschland 1500 Migranten aufnehmen wird. Wahrscheinlich ist auch dies wieder alternativlos. Soll sich 2015 wiederholen? Jedoch geht auch ein leises Geflüster durch die Reihen von CDU/CSU, ob 2015, der Beginn der offenen Grenzen, nicht doch eine absolute Fehlentscheidung war. Und das Flüstern wird langsam lauter. Regt sich hier ein schleichender Widerstand? Das wäre zumindest ein kleiner Hoffnungsschimmer.

Aber wer befragt denn nun eigentlich die deutsche Bevölkerung? Hat diese nicht schon genug Sorgen. Corona bedingter Lockdown, Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit, ins bodenlos sinkende Wohnungsangebote (oder nicht mehr bezahlbar), Firmen gehen im großen Stil in die Insolvenz, unsere Wirtschaft wird wohlwissend an die Wand gefahren. Kaum einer unserer Politiker erwähnt die Möglichkeit im Falle von Moria auch vor Ort Hilfe anzubieten. Warum nicht? 

Eines ist klar, die Kriminalstatistik sagt genug über die Steigerung von Gewaltverbrechen durch Migranten aus, wir, die schon länger hier Lebenden (Merkel) brauchen diesbezüglich gar nicht den Mund aufmachen, unsere Argumente werden ignoriert.

Politiker sind in keiner Weise mit den täglichen Problemen der Integration von Migranten konfrontiert (genauso wenig übrigens wie mit den Problemen der eigenen Bürger). Diese scheinen sie nicht zu interessieren, z.B. das Zusammenleben verschiedener Kulturen seit der Flüchtlingsinvasion 2015. Es wird einfach weggeschaut. Abgelehnte Asylbewerber werden weiter von der arbeitenden Bevölkerung in unserem Land alimentiert. Sogar Wohnungen werden nur für diese Migrantengruppen gebaut, und kostenlos zur Verfügung gestellt. Wo sollen die Menschen aus Moria wohnen, die nachziehenden Familien unterkommen?

Politiker leben in einer Blase, fernab jeglicher Realität. Frau Baerbock (Grüne) fordert sogar, alle 12000 Menschen von Moria aufzunehmen. Ob sie dafür auch privaten Wohnraum zur Verfügung stellt? Wer zahlt die mit einer Aufnahme verbundenen Kosten? Der Steuerzahler, nämlich wir alle! 

Aber eine Lösung scheint in Sicht, die Frau von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, eingefallen ist. Es soll darüber diskutiert werden, ein neues Flüchtlingslager unter europäischer Führung zu errichten. Ob das in die richtige Richtung geht, und was der Bürger dazu sagt, bleibt abzuwarten.

Nachtrag: Während unserer Recherchen zu diesem Artikel, haben wir erfahren, dass wohl ein weiteres Asylcamp auf Samos in Brand geraten ist. Auch wie in Moria, wurde dieses unter Quarantäne gestellt.  Wird das jetzt ein Zustand, mit dem wir leben, und jederzeit rechnen müssen? Welche Konsequenzen wird das für uns als Bürger haben? 

Titelbild Pixabay, Stephanie 16.09.2020

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