"ACAB", ein Ausdruck für Hass und Wut

Jeder von uns kennt sicherlich diese Schmierereien in seiner Heimatstadt. An Hauswänden, Bahnhöfen, Bushaltestellen, Lärmschutzwänden, öffentlichen Gebäuden, Privathäusern, sogar Seniorenheime und Kindertagesstätten werden davon nicht verschont. Diese Aufzählung könnte man noch vielfach erweitern. Diese Schriftzüge finden wir in den verschiedensten Variationen und doch immer mit der gleichen Aussage: Wut und Hass gegen die Polizei in unserem Land.

Woher kommt jedoch diese abgrundtiefe Ablehnung?

ACAB = All cops are bastards = Alle Polizisten sind Bastarde. Man muss die Bedeutung dieses Begriffes „Bastarde“ natürlich hinterfragen. 

Also im übertragenen Sinn: wir wollen Euch nicht, ihr gehört nicht wirklich dazu, ihr seid nicht reinen Ursprungs (wie zur Feudalzeit, ein uneheliches Kind?).

Nun stellt sich die berechtigte Frage, warum dieses Schimpfwort in den alltäglichen Sprachgebrauch bestimmter Menschengruppen übernommen wurde? Eine Antwort lässt sich nicht finden. Der Begriff Bastard ist heute eine schwere Beleidigung unserer Polizei, nicht nur in Deutschland. Glaubte ich jedenfalls.

Im Juni 2016 hoben unsere Verfassungshüter in einem Verfahren eine Verurteilung von Fußballfans auf. Sie hatten eine Tafel mit den Buchstaben „ACAB“ im Stadion während eines Spiels hochgehalten. Fußballfans sind eine von verschiedenen Gruppen mit eigenem Vokabular. Die Richter sahen das Recht auf Meinungsfreiheit gegeben, und werteten dies nicht als eine strafrechtlich relevante Beleidigung von Polizeibeamten. Fans dürfen sich in allgemeiner Form negativ über die Polizei äußern. Eine Verurteilung setze aber voraus, dass sich die Äußerung auf eine überschaubare Personengruppe beziehen müsse. Muss man das verstehen? Ein verheerendes Signal der obersten Verfassungsrichter schon damals.

Auch und besonders für die Antifa ist der Begriff ACAB ein gängiger Begriff. Wenn ein Mensch für sie eine geringere Wertigkeit aufweist, dann kann man ihn beschimpfen, beleidigen, anspucken, angreifen, ja sogar mit Steinen schmeißen.  Auf Demonstrationen ja immer wieder zu beobachten. Nun ist es ein großer Unterschied, ob sie mit ihren Spraydosen losrennen um ihre Graffiti zu sprühen und die Schriftzüge ACAB, Fuck Cops, Bullenschweine oder ähnliche verachtenden Sprüche hinterlassen, oder mit Transparenten und Sprechchören gegen die Polizei demonstrieren. Beide Formen den Hass auszudrücken sind schon Alltag in unserem Land.

Besonders oft finden sich diese abwertenden Sprüche an Schallschutzwänden. Meist in großen Lettern,…unübersehbar. Es scheint den „Künstlern“ nicht bewusst, dass diese Form von Graffiti eine Straftat, eine Sachbeschädigung ist. Aber ein Unrechtsbewusstsein ist wohl ohnehin nicht zu erwarten. Diese Art von hetzerischen Parolen sind uns allen sicher gut bekannt: jedoch, wer soll angesprochen werden? Der Autofahrer, der Familienvater, die alleinerziehende Mutter, der Rentner oder die Rentnerin? Wer wird aufgefordert die Polizei auch in einer ebenso herabwürdigenden Form zu bewerten? Sind die Mitstreiter der Antifa die Guten, und die Polizei (Bastarde), also die Schlechten? Es scheint wahrscheinlich deren Verständnis zu sein.

Früher hörte man oft den Spruch: die Polizei Dein Freund und Helfer…..das trifft mit Sicherheit auch noch immer für viele Bereiche in unserem gesellschaftlichen Miteinander zu.

Die Polizei schiebt derzeit 20 Millionen Überstunden vor sich her, das ist Rekordniveau. Dauereinsätze, Demos, Kundgebungen werden immer mit und von der Polizei begleitet, da diese zunehmen, steigt die Belastung. Die Personalplanung leidet darunter ebenfalls, anstatt Personal einzustellen, werden Planstellen gestrichen.

Die begründete Frage muss allerdings auch gestellt werden, wollen noch genug  junge Männer und Frauen den Polizeiberuf ergreifen? Es scheint nicht so, denn die Bewerberzahlen sinken. Wenn also so offener Hass ungestraft verbreitet werden darf, wer will sich dem permanent aussetzen?

Über Jahrzehnte haben Hass und Wut gegen die Polizei zugenommen, die Politik hat versagt und diese Entwicklung nicht ernst genommen. Dem jetzt entgegenzusteuern scheint fast unmöglich. Besonders die Großstädte werden verunstaltet mit meist verachtenden Schmierereien, meistens gerichtet gegen die Polizei. Aber auch kleinere Städte werden mit Graffitis verschandelt. Es scheint kein Wandel mehr möglich. Diese Form der Ablehnung ist gelebte Feindseligkeit gegenüber dem Staat.

Aber es gibt nicht nur den Polizisten, der in bedrohlichen Situationen hilft. Es gibt leider auch diejenigen, die Gewalt gegen friedliche Demonstranten ausüben. So aktuell geschehen in Berlin bei den Corona-Demos. Zahlreiche Videos beweisen das restriktive Vorgehen gegen friedliche Menschen. Brutales Handeln gegen Menschen, die sichtbar nichts getan haben, als nur ihre Meinung kundzutun. Das gehört auch zur Wahrheit in unserem Land. So wird die Polizei von unserer Regierung zur Durchsetzung (teilweise unlauterer) politischer Ziele instrumentalisiert. Wenn sich derartige Vorgehensweisen gegen friedliche Bürger wiederholen, wird es mehr und mehr Gegenwind erzeugen. „Wie man in den Wald ruft…..“

Dieses bestärkt wiederum die „ACAB- und Fuck Cops-Brüller“ sowie die Sprayer. Ein fataler Teufelskreis. Eine Befriedung der Situation ist nicht zu erkennen. Eher fürchte ich weitere Eskalationen, linksgrün gegen die Polizei und den Staat. Ist dies für uns Bürger hinnehmbar?

Titelbild Pixabay, Stephanie 17.09.2020

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