Leipzig: Die Demo, ein Interview, ein Zeuge

Am 07.11.2020 fand nach schwierigem Genehmigungs – Hin und Her die Demonstration der QUERDENKER in Leipzig statt. Das Verwaltungsgericht Leipzig wollte, dass die Demo gegen die Corona-Maßnahmen aus der Innenstadt verlegt wird – das Oberverwaltungsgericht Bautzen ließ sie jedoch genau dort stattfinden. Diese Entscheidung beschäftigt noch immer die Gemüter.

Die linkslastige Medienlandschaft tobte sich förmlich mit unzähligen Berichten und Betrachtungsweisen über diese Entscheidung aus. Die TV-Sender überboten sich mit Diskussionsrunden und versuchten ebenfalls ein schlechtes Bild zu konstruieren, über die Lage und die Hintergründe der Veranstalter, sowie der Teilnehmer der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung.

Es sollte mit allen Mitteln verhindert werden, dass ein Gedanke in der Bevölkerung geweckt würde: Diese Demo setzt ein Zeichen gegen die Regierung, und die Abschaffung der Grundrechte ihrer Bürger.

Nun meldet sich ein Mann zu Wort, der sich lediglich selbst ein Bild von dieser Demonstration machen wollte.

Er wohnt und lebt mit seiner Familie in Leipzig, hat das Renteneintrittsalter lange überschritten, ist jedoch noch immer beruflich unterwegs. Wir nennen ihn Richard Kaiser (Name ist der Redaktion bekannt). Herr Kaiser gehört keiner Partei an, geht nicht demonstrieren, ein ganz normaler Bürger unseres Landes, der unvoreingenommen an dieser Demo teilhaben wollte, um diese in seiner Heimatstadt Leipzig einfach auf sich wirken zu lassen.

Viele Teilnehmer unterhielten sich mit ihm, diese wurden nach den Gründen ihrer Unzufriedenheit befragt. Er wollte verstehen warum man sich an dieser Demo beteiligte. Es waren friedliche Menschen auf die er traf, seine Fragen wurden gerne beantwortet. Er bekam jedoch auch Linksautonome zu Gesicht, die Steine warfen und mit Pyrotechnik die anwesende Polizei attackierten. 

Am folgenden Morgen hörte er durch Zufall eine Sondersendung im Radio, die bei ihm das Fass zum Überlaufen brachte, und ihn veranlasste, sich an den Sender (MDR) und dessen Moderatorin Uta Deckow zu wenden. Diese hatte in der Sendung den „Rechtsextremismus-Experten“ Olaf Sundermeyer interviewt. Es ging um das Thema „Querdenker….Strategie des kleinsten gemeinsamen Nenners,…auch in Leipzig“.  Das Interview können Sie hier nachlesen, unter dem Interview gibt es die Möglichkeit sich diese Sendung anzuhören.

Herr Kaiser schrieb also an den MDR.

Moin zusammen, gestern lief eine Sondersendung im Radio, in welcher es um die Demonstration in Leipzig vom Samstag ging. Die „Querdenker“ hatten dazu aufgerufen. Ich bin dort hingegangen, um vor allen Dingen zu sehen, was los ist und was berichtet wird. - Es waren dort – meist nur Leute über 50 dort – meist 60-70 Jahre alt. - Es war ruhig - Die Leute hielten gewissen Abstand – nicht immer 1,5 m - Es wurden Reden über die Aushebelung der Demokratie mittels Verordnung unter dem Deckmantel der Seuchenbekämpfung gehalten - Es wurde nicht gesagt, verweigert die Maskenpflicht - Es trugen nur vereinzelt Menschen Masken - Um 15:30 wurde durchgesagt, die Demo muss aufgelöst werden, weil die Abstände nicht ausreichend groß zwischen den Menschen sind, was die Leute weiterhin machen, ob bleiben oder gehen, überließe man ihnen selbst. - Die Menschen blieben zunächst ½ Stunde auf der Stelle - Dann gingen sie in mehrere Richtungen – so in Richtung Bahnhof – zur Innenstadt hin hatte die Polizei die Straßen abgesperrt. (es waren laut Berichten 3.200 Männer im Einsatz. - In Richtung Bahnhof war die Straße mit Polizeifahrzeugen versperrt, diese wurden aber dann zur Seite gefahren, als die Leute vom Augustusplatz kamen und Durchgang forderten. - Am äußerten Rand waren offenbar Chaoten unterwegs, welche Böller gegen die Polizei schossen In dieser Sendung gestern Abend wurde nun lang und breit über alles diskutiert. Der Polizei werden Vorwürfe gemacht, sie hätten härter eingreifen müssen – sollte sie 60zig Jährige zusammenprügeln? Ein Wissenschaftler, der sich mit Rechtsextremismus beschäftigt, behauptete dann in der Sendung, die „Querdenker“ hätten sich mit den rechtsradikalen Chaoten zusammengetan, um Stimmung zu machen. Es ging bei der Versammlung nicht darum, dass keine Masken getragen werden sollen, sondern: - Das Grundgesetz wird ohne Bundestag & Bundesrat außer Kraft gesetzt - Es wird die Notstandssituation einfach per Erlass in Gang gesetzt - Es werden willkürliche Anordnungen getroffen – Restaurants geschlossen – Beherbergungsverbote erlassen – Reisefreiheit innerhalb von Deutschland eingeschränkt – kritische Meinungsäußerung verboten - Sämtliche Berichterstattung erfolgt tendenziös - siehe alle Tagesschauberichte über Leipzig.

Nun habe ich eine Mail an die Moderatorin , während der Sendung geschrieben, weil ich diese tendenziöse Analyse des Wissenschaftlers nicht mehr hören konnte – er suchte nach derartigen Formulierungen, wie sie in der NS-Zeit benutzt wurden. Besonders von Göbbels und dem Richter Freisler. Niemand, aber auch niemand sagt etwas dagegen. Einige Leute hatten Polizisten angesprochen – da kam dann angeblich, wir haben auch nur unseren Befehl. Bei solchen Aussagen geht mir der Kamm hoch… In der DDR hatten die Grenzer auch nur ihren Befehl und haben die Leute auf der Flucht erschossen. Inder NS-Zeit hatten die SS-Leute / Bahnbeamte / Ordnungsamts-& Politeibeamte ihren Befehl und am Ende des Tages waren 6 Millionen Juden beraubt, verschleppt und ermordet. Niemand hatte die Courage sich gegen das Regime zu stellen – weil ja eben über Jahre hinweg von allen Seiten gepredigt wurde, dass der Staat nur das Wohl der Menschen verfolgt. Mir fehlen die Worte – wo sind wir hingekommen? Mit freundlichen Grüßen

Richard Kaiser

Weitere Worte richtete er ebenfalls an den „Experten“ Sundermeyer.

Sehr geehrter Herr Sundermeyer, waren Sie vergangenen Samstag in Leipzig bei der Demo?
Glauben Sie im Ernst 60 - 70-jährige Bürger, welche zum Teil wohl alt68ziger sind verbünden sich mit dummen Randalierern aus der Rechten Szene? Die Kundgebung drehte sich um die Tatsache, dass per Verordnung im Grunde genommen die Notstandgesetze in Kraft getreten sind - es geht um die kalte Aushebelung der Grundrechte in unserem Lande - nicht darum ob Maske oder keine Maske – es geht an die Substanz des Rechtstaates und unsere per Grundgesetz verbriefte Freiheit.
Bei allen Verordnungen im Zuge der Seuchenbekämpfung wurde bislang der Bundestag und Bundesrat umgangen.
Ihre Wortwahl und drastische Ausdruckweise gestern Abend in der Sondersendung im Sachsenradio - erinnerte mich sehr an den Rede Ton von Göbbels und dem Scharfrichter Freisler - da wird mir anders muss ich sagen.
Die Polizei hat sich völlig richtig verhalten - Sie waren damals noch nicht geboren, als wir gegen den Staat rebelliert haben und die Gesellschaft nachhaltig demokratisiert haben - Sie haben das nicht zustande gebracht - Sie stammen aus der Konsumgesellschaft in der alles von den Eltern beschafft werden konnte - wir mussten mit der Schuld der NS-Zeit leben - wo alle nur ihre Befehle hatten und wegschauten - wir alle in der alten BRD waren für die Welt die Nazis und wurden täglich an die unselige Zeit unserer Eltern erinnert und beschimpft -nun geht die gleiche Chose wieder los - trommeln was das Zeug hält, damit alle daran glauben. dass es nur zum Schutze des Volkes geschieht - Sie haben wohl nicht Aldous Huxley oder George Orwell gelesen - wohl nicht verstanden - wir Alten schon. Mit freundlichen Grüßen

Richard Kaiser

Die Antwort der Moderatorin Frau Deckow kam prompt, wie auch nicht anders zu erwarten wurde mächtig relativiert,…..wie bei den Mainstreammedien eben üblich. Jeder mag sich selbst seine Meinung bilden.

Sehr geehrter Herr Kaiser, vielen Dank für Ihre Meinung. Nachdem ich gestern nach der Sendung traurigerweise erfahren habe, dass von zwei Kollegen Elternteile in Ihrem Alter in dieser Woche an Corona verstorben sind, ich um das Leben eines an Corona erkrankten knapp 70jährigen Onkels bange, wünsche ich Ihnen nach dem Lesen Ihrer Mail schlicht nur: Mögen Sie weiter soviel Glück haben und gesund bleiben ! Man kann seine Kritik zu den Corona-Vorschriften auch zum Ausdruck bringen und trotzdem die Vorschriften einhalten – genau das aber geschieht absichtlich nicht. Im Rechtsstaat steht jedem der Weg über Gerichte offen, wie erlebt. … Auf Ihre Beschimpfungen und Unterstellungen gegenüber Herrn Sundermeyer haben Sie sicher keine Antwort erwartet. Alles Gute Mit freundlichen Grüßen

Uta Deckow

Titelbild Pixabay, Stephanie 13.11.2020

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