Wer spricht eigentlich noch von Grippe?

Wenn wir viele Jahre zurückblicken, so hatte die Grippewelle uns immer von Herbst bis zum Frühjahr fest im Griff. Hustend und schnaubend kämpften sich viele Menschen durch den Tag. Im Prinzip kein außergewöhnlicher Zustand. Der Herbst und die Grippe kamen wie jedes Jahr auch. 

Die Symptome fast ebenso wie bei Corona. Auch die Ansteckungswege ähneln sich. Durch Tröpfchen beim Husten, Niesen oder Sprechen wird das Virus übertragen. Vernachlässigt man die Hygiene, kann auch ein Händedruck oder das gemeinsame Benutzen von Gegenständen zu einer Ansteckung führen. Das war und ist den meisten Menschen durchaus bewusst.

Kinder spielten fröhlich, trotz ihrer triefenden Rotznasen miteinander. Die Erwachsenen achteten darauf niemandem zu nah zu kommen. Dazu brauchte es keiner Regierung die massive Vorschriften und Einschränkungen verkündete. Der klare Menschenverstand genügte um sich vor einer Ansteckung zu schützen. Auch der vorsichtige Umgang miteinander war selbstverständlich in der Gesellschaft. Einen medialen Hype mit dem Verkünden der täglichen Fallzahlen gab es nicht. Die Menschen leben seit Jahrzehnten mit der Grippe und dem Virus. Im Herbst und Winter 2017/2018 waren es mehr als 300.000 betroffene Menschen die an der Grippe erkrankten. Erwähnenswert ist der Raum NRW in dieser Zeit. Die Grippewelle war dort stark verbreitet. Laut des RKI gab es damals ungefähr neun Millionen influenzabedingte Arztbesuche. Zwei Millionen mehr als in den Jahren 2012/13 und 2014/15.

Im Herbst 2019 starben nachweislich 493 Menschen an Influenza in Deutschland gemäß Informationen des Robert Koch-Instituts (RKI). Da jedoch Corona alles überschattet, nimmt die Öffentlichkeit dies nicht wahr, oder man hat es einfach gedanklich ausgeblendet. Wenn man diese Zahlen betrachtet stellt sich doch die berechtigte Frage, wieso wurde in diesen Jahren nicht von einer Epidemie gesprochen? Die Influenza ist ebenso gefährlich einzuordnen wie Corona. Für Menschen mit Grunderkrankungen, schwangere Frauen und über 60-Jährigen kann eine Grippeerkrankung durchaus zum Tod führen. Bedrohlich sind die Folgeerkrankungen, wie z.B. eine Lungenentzündung, hervorgerufen von Grippeviren oder Bakterien. Die Influenza/Grippe ist – ebenso wie Corona zurzeit –  in Deutschland meldepflichtig beim Gesundheitsamt. Trotzdem verordnete der Staat in Grippehochzeiten keine Maskenpflicht oder auch die Schließung von Gaststätten.

Von der Grippe hören wir derzeit gar nichts. Anders bei der „Corona Pandemie“, welche tagtäglich mit angstmachenden Meldungen und Infektionszahlen regelrechte Panik erzeugt bei uns Menschen. Warum also die jetzige Corona-Hysterie? Auch die Grippe forderte wie bekannt immer viele Hunderte Tote.

Der Höhepunkt der ersten Grippewelle 2019/2020 verlief von Januar bis Mitte März und wurde dann von der Corona Welle „abgelöst“. Es starben laut der Behörde 411 Menschen an der Influenza (Stand April 2020). Bei den Verstorbenen sind 60 – 67-Jährige, sowie über 80-Jährige betroffen. Ähnlich die Sterblichkeit bei Corona. Seit Oktober 2019 wurden dem RKI bisher 186.185 bestätigte Influenzafälle gemeldet.  Es ist zu vermuten, dass die realen Fallzahlen wesentlich höher sind, denn nur ausgewählte Praxen schicken die Virusproben an das RKI. Bis November 2020 suchten 4,5 Mill. Menschen Arztpraxen auf.

Eine erste Impfung gegen Influenza gab es bereits 1942. Seitdem verfolgen die meisten Länder diese Impfstrategie. Mit guten Erfolgen, jedoch mit einer Anpassung der Impfwirkstoffe, da das Grippevirus immer wieder mutiert. Die medizinische Forschung hat sich darauf eingestellt. Die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut empfiehlt Risikogruppen, wie Senioren oder Beschäftigte im Gesundheitswesen, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Dazu seien in der kommenden Grippewelle 40 Millionen Impfdosen bereitzustellen. Grippeschutz wird zwar empfohlen, jedoch reichen die Impfstoffe bei weitem nicht aus.

Das RKI verzeichnet bislang deutlich weniger Grippe-Infektionen als im Vorjahr. Ist das glaubhaft? Kann es nicht sein, dass auch an Grippe Erkrankte in die Corona Statistik einfließen? Die Vermutung liegt nahe, denn die Corona-Zahlen steigen permanent. Es darf deshalb hinterfragt werden ob die zurzeit radikalen Grundrechtseinschränkungen der Bürger durch die Politik verhältnismäßig sind.

Immer wieder stellt sich mir die Frage, warum der Focus nur auf Corona gerichtet, und von der Grippe medial nichts zu vernehmen ist. Schätzungen sagen, dass die aktuelle Grippesaison von September dieses Jahres noch bis Mai 2021 andauern soll. Ich bin gespannt inwieweit wir Bürger über Verläufe oder sogar Todesfälle informiert werden.

 

Der Grippeimpfstoff ist über viele Jahre wissenschaftlich begleitet und getestet worden. Nebenwirkungen sind erforscht und bekannt. Jetzt soll der Corona-Impfstoff bereits nach nur 10 Monaten unzureichender Forschungsergebnisse auf den Markt kommen. Impfzentren werden eingerichtet. Die Massenimpfung soll beginnen. Man kann nur inständig hoffen, dass diese Impfung nicht mehr Tote durch Nebenwirkungen hervorbringt, als sie gegen Corona schützen soll.

Titelbild Pixabay, Stephanie 02.12.2020

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