Ist dies das Land der Dichter und Denker? Das Land der Erfinder und Vordenker? Ich würde sagen, es ist nur noch das Land der Spinner und Fantasten!

Land der Spinner und Fantasten? Ein Gastkommentar von Armin Hengst, 18.03.2021

Ein Land, in dem die Dekadenz zum Zeichen des Fortschritts erhoben wurde, und sich die Wissenschaft von ihrem Selbstzweck entfernt hat. Alles was die Aufklärung voran gebracht hatte, wird der Lächerlichkeit Preis gegeben. Wie die Lemminge laufen die meisten Deutschen zum Abgrund und bedanken sich kurz vor dem Sprung noch einmal für den Absturz.

Ganz im Sinne von „teile und herrsche“ werden die Menschen gegeneinander aufgebracht, zerstören dabei dankbar alle Grundlagen für eine echte Gemeinschaft, und beschuldigen dafür diejenigen, die sie entlarven. Alle politischen Parteien in den Parlamenten beteiligen sich an diesem „teile und herrsche-Prinzip“, weil sie weiter in diesem kranken System mitschwimmen und nicht die grundlegenden Fehler angehen.

Allerdings haben die neuen Gruppierungen, die dagegen die direkte Demokratie in Stellung bringen, den Faktor Mensch vergessen, der bisher von den Regierenden benutzt wurde. Sie sehen nicht, das eben dieser Mensch ein Teil des Problems ist, und die Basisdemokratie damit nichts ändern würde. Der Mensch würde sich gerade in Ausnahmesituationen am Ende für den vermeintlich leichten Weg entscheiden, und sich wohl immer wieder seinen tiefsten Ängsten beugen.

Im Augenblick steht jedoch bei den Meisten der Wunsch im Vordergrund, denen die Verantwortung zu überlassen, die sich auf das „hohe Ross“ schwingen. Doch sollte man die Entscheidungsgewalt wohl nicht diesen vom Lobbyismus geprägten Möchtegern-Volksvertretern überlassen.

Nur jemand der sich selber kritisch sieht und über sich lachen kann, ist als Regierungschef geeignet. Einer konnte das wohl sehr gut: „Friedrich der Große“ ! Hier Zitate des Preußenkönigs aus „Welt Online“ vom 31.12.2011, Autor Jan von Flocken. Der Titel: „Friedrich war der Beiname der Große herzlich egal“:

Aus seiner Feder stammen die Sätze: „Es heißt, dass wir Könige auf Erden die Ebenbilder Gottes seien. Ich habe mich daraufhin im Spiegel betrachtet. Sehr schmeichelhaft für den lieben Gott ist das nicht.“ Und als der König 1784 von der Menge umjubelt in Breslau einzog, bemerkte er zu einer der Honoratioren: „Setze er einen alten Affen auf’s Pferd und lasse er ihn durch die Straßen ziehen, so wird das Volk genauso zusammenlaufen.“

Die alten Monarchen hatten oft mehr Bindung zu ihrer Heimat, und diese trug dazu auch eine notwendige Prise Selbstironie und Erdung in sich, die den Narzissten in der Politik von heute fehlt.

Titelbild Pixabay

Der von der Europäischen Kommission am 23. September 2020 vorgestellte Asyl- und Migrationspakt ebnet einer Politik der Massenmigration den Weg. Das wäre das Ende des europäischen Sozialstaats, der europäischen Nationen und der europäischen Kulturen.

Mehr Informationen bekommen Sie hier.

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