Zurzeit beschäftigt man sich weltweit nur mit Corona, jedoch lauern auch auf anderen Gebieten Gefahren, die unser Leben von einem Tag auf den anderen eklatant ändern würden. Die Energiepolitik die momentan betrieben wird, legt zumindest die Vermutung nahe, dass in Europa bald die Lichter ausgehen könnten.

BLACKOUT: Deutschland ohne Strom. Von St. Sp. 02.08.2021, Titelbild Pixabay/susan-lu4esm

Das ist auch bei uns in Deutschland nicht anders. Fast alle Medien berichten tagein tagaus ausnahmslos über Corona. Wie schlimm doch noch alles werden kann, die vierte Welle sei ja bereits in vollem Anmarsch…

Dabei werden andere Gefahren hier in unserem Land beiseitegeschoben. Diese sind meist‘ nur eine Randnotiz in den Medien unserer heutigen Zeit wert. Leider ist das global der Fall.

Unser Leben sollte erfahrungsgemäß nicht nur unter dem gesundheitlichen Aspekt betrachtet werden, denn andere lebenswichtige Umstände beeinflussen unser Dasein. Sei es die wirtschaftliche Situation in einem Land, Klima, die Nahrungsmittelversorgung, Wohnungspolitik, das Bildungswesen, Verteidigungspolitik und – ganz entscheidend – die Energieversorgung. Alles hängt zusammen. Die Gesamtheit der gesellschaftlichen Situation eines Landes wirkt auf jeden Einzelnen von uns im guten oder schlechten Funktionieren dieser Bereiche. Energie – Strom – ist jedoch essenziell für unseren gesamten modernen Lebensstil.

So ist eine der wichtigsten Grundbedingungen für einen gut funktionierenden Staat  die Energiegewinnung. Fast alle Bereiche der Wirtschaft sind von Energie abhängig. Egal wie diese gewonnen wird, ob aus Kernkraft, Kohle, Gas, Wasser, Luft: Strom ist die Basis für die Wirtschaft und das Leben im 21sten Jahrhundert und darüber hinaus! 

Unsere Stromversorgung ist stark gefährdet, da diesbezüglich eine kontraproduktive Politik betrieben wird. Kaum jemand nimmt Notiz von Stromausfällen in einigen Regionen. Diese dauern mal länger und mal kürzer an. Wichtig ist jedoch, dass diese Ausfälle in immer kürzeren Abständen auftreten. Ein Funktionieren unseres europäischen Verbundsystems ist Voraussetzung für das Leben in unserer Gesellschaft. Es setzt grundlastfähige Kraftwerke voraus. Als Grundlast bezeichnet man die niedrigste Tagesbelastung eines Stromnetzes. Grundlastfähig sind jene Technologien, die diese Leistung konstant liefern können.

Grundlastfähig sind alle Arten von konventionellen Wärmekraftwerken wie Kohlekraftwerke und Gaskraftwerke, sowie Kernkraftwerke. Ebenfalls grundlastfähig sind Biomasse- und Biogaskraftwerke, Geothermiekraftwerke und fast alle die Fließgeschwindigkeit von Flüssen nutzenden Wasserkraftwerke. Jedoch erfüllen Windkrafträder und Solarenergie, wie sie die Grünen gerne überall im Land verteilen würden, diese Voraussetzung nicht, da sie starken Schwankungen unterworfen sind.

Der renommierte international anerkannte Blackout- und Krisenvorsorgeexperte Herbert Saurugg mahnt seit nun schon fast 10 Jahren vor möglichen katastrophalen Folgen eines Ausfalls unseres Verbundsystems. Bedenkliche Ereignisse häufen sich, und es besteht eine große Gefahr hinsichtlich eines Systemkollapses. Informationen darüber erhalten Sie hier.

Die Gefahren sind den Regierungen der EU sehr wohl bekannt. Auch in unserem Land scheinen aber weder die Politik noch die übergeordneten Stellen der EU, Handlungsbedarf zu sehen. In Deutschland hat der Ausschuss im Bundestag für Bildung, Forschung und Technologiefolgenabschätzung bereits 2011 einen Bericht vorgelegt mit dem Titel: “ Gefährdung und Verletzbarkeit moderner Gesellschaften – am Beispiel eines großräumigen und langandauernden Ausfalls der Stromversorgung“. Die Öffentlichkeit wurde darüber weitgehend in Unkenntnis gelassen.

Ein Blackout kommt plötzlich, die Menschen sind unvorbereitet, eine Katastrophe unvorhersehbaren Ausmaßes! Dennoch steht so eine Situation nicht im Focus der Öffentlichkeit. Andere, vermeintliche Gefahren, scheinen wichtiger.

Der Verein für Energiesicherheit warnt auf seiner Internetseite vor einem baldigen, möglichen Blackout, und stellt dort ein Szenario vor, welches die ersten vier Tage eines solchen Ereignisses beschreibt. Dies möchten wir hier einmal wiedergeben.

TAG 1: Ausfall der Kommunikationsnetze und der Verkehrsleitsysteme. Der Schienenverkehr kommt sofort zum Stillstand. Dialysezentren und Arztpraxen müssen die Behandlung Kranker einstellen. Geldautomaten funktionieren nicht. Ein großer Teil des Einzelhandels, insbesondere Lebensmittelkarte, stellen die Verkaufe ein. Heizung und Warmwasser in den Wohnhäusern fallen ebenfalls aus.

TAG 2: Wasser- und Abwasserversorgung brechen großflächig zusammen. Die Kraftstoffreserven der Notstromaggregate in Krankenhäusern sind aufgebraucht. Die Zubereitung von Nahrung, insbesondere Baby- und Kindernahrung, ist nicht mehr möglich.

TAG 3: Vielen Menschen gehen bereits jetzt die Lebensmittelreserven aus. 50.000 Operationen täglich (teilweise lebensnotwendig) sind nicht mehr möglich. Soweit einige Lebensmittelläden noch geöffnet sind, wird nur Bargeld akzeptiert, das viele Menschen nicht mehr haben. Einbruche und Überfalle nehmen zu, es kommt zu ersten Plünderungen. Die Gefahr von Ausbrüchen und Revolten in den Gefängnissen steigt an.

TAG 4:Der Personen- und Güterverkehr ist fast völlig zum Erliegen gekommen und medizinische Versorgungsausfälle fordern erste Opfer. Pflegebedürftige Menschen können nicht mehr in erforderlichem Maße versorgt werden. Es herrscht Chaos in allen Lebensbereichen unserer Zivilgesellschaft.

Im Ereignisfall, wie jetzt bei der Hochwasserkatastrophe deutlich wurde, geht dann NICHTS mehr. Kein Telefon, Handy Radio, TV: nicht einmal Sirenen funktionierten. Eine seit Jahren falsche Energiepolitik. Grundlastfähige Kraftwerke sollen stillgelegt werden, stattdessen wird unser Land übersät mit Windrädern, die zusätzlich eine fatale Zerstörung der Natur mit sich bringen. Mit schlimmen Folgen für die Menschen dort: denn diese verfehlte Politik kostete leider auch viele Menschen das Leben.

Die Bevölkerung in Sicherheit zu wiegen indem man nichts sagt, wie jetzt bei der Hochwasserkatastrophe, ist fast schon als Vorsatz zu bezeichnen. Ob eine Broschüre für den Notfall in einem Katastrophenfall hilfreich ist, wage ich stark zu bezweifeln. Hier bedarf es aktiver Hilfe. Gott sei Dank kamen Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet in die Region um zu helfen. Aber ohne Strom…..

Oftmals ist uns gar nicht bewusst, wie sehr unser Leben von einer funktionierenden Stromversorgung abhängig ist. Mit Selbstverständlichkeit tun wir Dinge, die ohne nicht machbar wären….ohne nachzudenken. Die Zustände, die eintreten würden, wenn unser Verbundsystem zusammenbricht, mag ich mir nicht vorstellen. Aber eines ist sicher: Ein Blackout würde sicherlich Hundertausende Tote in Europa fordern.

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