Während ein großer Teil der Bevölkerung brav ihre Ställe säubert und sich an der Supermarkttheke über viele, die nicht der Herde folgen, erbost, verfangen sich andere im Scheinwiderstand des Systems.

Gedanken zur aktuellen Lage. Ein Gastbeitrag von Armin Hengst 12.08.2021. Titelbild Pixabay/Free-Photos

Wie in Weimarer Zeiten gibt es ebenfalls wieder viele hoch motivierte „Systemneurotiker“, die eine Partei nach der anderen gründen und damit ebenfalls das System befeuern.

Die im Vordergrund stehenden Widerstandsgruppen außerhalb der Parteien schwächen sich in Kämpfen um die eigenen Befindlichkeiten, halten ein Gesetz hoch das sie Verfassung nennen, und schlagen so ihre Wurzeln tiefer in das System, während die Spaltung der Gesellschaft fortschreitet.

Die Lüge von der sanften Veränderung innerhalb des Systems verliert an Energie, und Frust ist an der Tagesordnung. Der Widerstand im Allgemeinen rudert also ebenfalls in der trüben Suppe des Systems, und wird am Ende genauso untergehen, wie die meisten Politiker dieser Zeit.

Während die neue Weltordnung sich trotz ihrer Schwächen weiter ausbreitet, werden in einer steigenden Zahl von Chatgruppen weitere Energien neutralisiert.

Wenn ich am Ende den Neubau unserer Welt mitgestalten, und wirklich etwas verändern will, muss ich mich also aus diesem Spiel ausklinken. Doch dabei müssen wir nicht tatenlos zusehen. Beenden wir doch das „Teile und Herrsche-Spiel“ der Spaltung, und lenken unsere Energien schon jetzt in den Aufbau einer anderen Zukunft. So verdampfen wir diese nicht nutzlos, und machen uns auch nicht unglaubwürdig, wie die Systemneurotiker.

Wie viele Scheinwahrheiten auf beiden Seiten vergiften die Wahrheitsenergie? Wollen wir die neue Zeit wieder auf Hass und Lügen aufbauen? Warum beginnen wir nicht lieber schon jetzt das System in vielen Bereichen zu zerlegen, in dem wir es Schritt für Schritt überflüssig machen?! Während die andere Seite ihre „neue Weltordnung“ forciert, verfangen wir uns aber aktuell lieber in Scheinkämpfen verschiedener Art.

Wir sind alles Menschen mit unseren Ängsten und unserer Geschichte. Statt diese gegeneinander zu verwenden, sollten wir uns überlegen, dass auch wir nicht immer Recht haben, und jeder seine eigenen Wahrheiten hat. Mit der Anerkennung der Gefühle und Wünsche anderer beginnt schon die Zerlegung dieses kranken Systems wie wir es kennen.

Weiter geht es mit dem langsamen Aufbau neuer Strukturen unter Nutzung seiner Schwächen. Wie wäre es auch mit der Aushöhlung des Zentralstaates mit dem Ausbau von Selbstversorgung und lokaler Selbstverwaltung? Ist das so abwegig? Vernetzen wir uns doch mit Menschen vor Ort und überlegen uns, wie wir eine gemeinsame Ebene finden können. Jeder kann hier seine Qualitäten mit einbringen und die Starken kümmern sich um die Schwachen.

Nicht am Schreibtisch oder im Parlament wird das Land verändert, sondern vor Ort. Spätestens wenn das System anfängt zu wanken, und das tut es eigentlich schon, wird sich das dann auszahlen. Wir sollten uns schnellstens austauschen, wie wir gemeinsam neue Strukturen aufbauen können und dabei erkennen, dass weitaus mehr an Selbstermächtigung möglich ist, als man es uns weismachen möchte.
Vergesst nicht, dass sich eine Gemeinschaft von unten nach oben aufbaut!

Eine Selbstverwaltung vor Ort schließt keine weiteren Vernetzungen darüber hinaus aus, verhindert aber eine Zentralisierung und damit eine Politik von oben herab. Wohin hat uns die zunehmende Zentralisierung, und wohin der Parlamentarismus gebracht? Die Antwort sehen wir täglich in unserem Land. Viele Entscheidungen hätten wir aus uns heraus so nicht getroffen. Eine Mehrzahl derer, die sich jetzt dankbar führen lassen, wird am Ende auch denjenigen folgen, die sich als starke Gruppe beweist.

Wenn das Geld an Wert verliert, wird sich zeigen, dass der Gemeinschaftssinn ohne das Geld als sicheres Zahlungsmittel nach anfänglichen Problemen parallel Schritt für Schritt wachsen wird. Eine Versorgung ist nur scheinbar vom Finanzmarkt abhängig, und sowohl Zentralisierung als auch der Liberalismus haben in ihrer Abkoppelung von den örtlichen Versorgungsstrukturen eine sichere Versorgung in Wirklichkeit gefährdet.

Gesunde Nahrungsmittel gibt es in dieser vom Finanzmarkt abhängigen „Massenwirtschaft“ ebenfalls nicht mehr wirklich.
Ich möchte immer wieder darauf hinweisen, wie wichtig es ist, der Finanzelite die Macht aus der Hand zu nehmen, und das Unabhängigkeit in jeder Form die Grundlage für eine freie Gesellschaft ist.

Wir befinden uns gerade mitten in einer Übergangsphase, in der „die Elite“ massiv angreifbar ist. Wenn wir uns bewusst werden, dass in dieser alles möglich ist, nehmen wir das Heft wieder selbst in die Hand!

Ein Buch über Freiheit oder Knechtschaft

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