Wie lange kann es sich die von Corona-Maßnahmen gebeutelte Gesellschaft noch erlauben, ihre Augenbinde aufzulassen?  Eigentlich ist unter Blinden der Einäugige König. Das gilt aber nicht in der von „Corona“ beherrschten Welt. Seit Beginn der entfesselten Krise haben Menschen aus Medizin, Wirtschaft und Gesellschaft auf der Basis ihrer Lebenserfahrung vor der Corona-Panik und deren Auswirkungen gewarnt. 

Mit Blindheit geschlagen. Ein Gastbeitrag von Gerd Reuther für Rubikon, Titelbild Pixabay/     Semion_Krivenko-Adamov

In weiser Voraussicht mahnten sie, Ruhe zu bewahren und die eingespielten Kreisläufe nicht mutwillig zu zerstören. Die Gesellschaft jedoch folgte lieber einigen obskuren Experten, die von Politik und Medien in den Vordergrund geschoben wurden. Drastische Maßnahmen — Stichwort Lockdown — bedrohen seitdem den Mittelstand, die Kulturschaffenden und das Bildungswesen. Der Staatshaushalt wird ruiniert, die Inflation steigt, aber die Bevölkerung bleibt eigentümlich ruhig. Die Mahner und Seher werden nicht gehört, ihre Kanäle zensiert und gelöscht, ihre Expertise herabgewürdigt und ihre Hilfsangebote rundweg abgelehnt. Die Gesellschaft scheint mit Blindheit geschlagen und sich an diesen Zustand zu klammern.

Vor über einem Jahrhundert hat der englische Schriftsteller H.G. Wells (1866 bis 1946) diesem Phänomen bereits die Parabel „Das Land der Blinden“ gewidmet, ein Zeichen dafür, dass dieses Phänomen nicht neu ist.

In einem isolierten Tal in den Anden kann niemand sehen. Alle Bewohner haben schon vor vielen Generationen das Augenlicht verloren und dies an ihre Nachkommen vererbt. Ihre Augenhöhlen sind schon so lange leer, dass auch in ihrer Sprache jeder Bezug zu sichtbaren Wahrnehmungen verloren gegangen ist. Mit einer Schärfung der übrigen Sinne und einer eigenen Weltsicht hat man sich eingerichtet und kommt gut zurecht.

Entsprechend unerwünscht ist der sehende Eindringling, der sich eines Tages in die Talsenke verirrt. Seine bessere Wahrnehmung und sein Glaube, deshalb besser Bescheid zu wissen, rufen nur Ablehnung hervor. Seine Hilfsangebote brauchen sie nicht.

Der Sehende ist unter den Blinden kein König. Er wird nur geduldet und hat sich gefälligst dem eingeschränkten Weltbild Blinder anzupassen. Seine Sehfähigkeit gefährdet das Kollektiv.

Durch den sozialen Druck und aus Liebe zur Tochter seines Hauswirts gibt der Ankömmling schließlich sogar vor, sich die Augen entfernen zu lassen, um volles Mitglied der Gemeinschaft werden zu können.

Dann verlässt ihn der Mut und er ergreift am Abend vor seiner Operation die Flucht. In einer späteren Fassung kehrt der Flüchtige noch einmal zurück, um die Blinden vor einem drohenden Erdrutsch zu warnen. Als seine Warnungen als Hirngespinste abgetan werden, gelingt es ihm noch, sich und seine Geliebte vor den herabstürzenden Geröllmassen in Sicherheit zu bringen.

Auch wir, die wir sehen, wie das Unheil nach jahrelanger Vorbereitung seit 2020 um sich greift, müssen uns heute als Fantasten diffamieren und zu unerwünschten Personen erklären lassen. Die kollektive Wahrnehmung ist gefestigt und duldet keine Abweichungen. Wie die Blinden folgen alle der weißen Linie am Boden und schauen nicht rechts noch links.

Wells‘ Allegorie beschreibt das Drama aller Gesellschaftslügen. Egal wie plausibel, logisch und evidenzbasiert die Aufklärer argumentieren: Die geschlossene Gesellschaft will nicht aus ihrer hypnotischen Trance befreit werden. Es zöge ihnen den Boden unter den Füßen weg.

Die Anhänger der „Neuen Normalität“ wollen einfach glauben, dass eine Krankheit neu ist, die sie bestens kennen; dass obskure Tests Gesunde als Kranke enttarnen und Injektionen eines Gen-Codes für eine hochgiftige Substanz die Gesundheit schützen. Selbst Berichte über schädliche Nebenwirkungen können dies nicht ändern. Die selbstgewählte Blickverengung widersetzt sich jeder Korrektur. Der Zusammenbruch ist so unausweichlich wie ein Erdrutsch.

Dumm, dass wir Heutigen keine Talsenke mehr verlassen können. Vor einem globalisierten Wahn gibt es kein Entkommen. Nur einige wenige werden das Fiasko durch Glück und Zufall überleben und vielleicht den Nachgeborenen berichten können, wie es so weit kommen konnte.

Ein Buch über Freiheit oder Knechtschaft

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