Der Wille zur Bargeldabschaffung ist sowohl bei der Politik als auch bei den Banken groß. Der Widerwille von noch immer einem Großteil der Bürger ist dabei nicht von Interesse, man schafft Tatsachen. Bankfilialen werden geschlossen, innerhalb eines Jahres verschwinden soeben mal hunderte von Geldautomaten. 

Bye, bye Bargeld. Immer mehr Geldautomaten verschwinden. R.S. 20.03.2022, Titelbild Pixabay/Hans

In Deutschland sind innerhalb von 12 Monaten 1.500 Geldautomaten abgebaut worden. Insbesondere auf dem Land verringert sich die Anzahl eklatant. Die Geldinstitute kommen ihrem Auftrag Bargeld zur Verfügung zu halten kaum noch nach. Doch warum ist das so?

Eine Umfrage der Verbraucherzentrale zeigt auf, dass mehr als die Hälfte der Befragten Schwierigkeiten hat an Bargeld zu gelangen. Die fehlenden Geldinstitute, und somit auch entsprechende Automaten ist für viele ein enormes Problem. Jemand, der auf dem Land lebt, kann oftmals gar nicht schnell in die nächst‘ größere Stadt fahren um sich seine Scheine und Münzen zu besorgen. Dieses Problem wird vom Bundesverband Deutscher Banken bestätigt. 

Digitalisierung schreitet immer mehr voran

Bankgeschäfte werden heutzutage zuhause im Online-Banking erledigt. Überweisungen in Papierform gibt es zwar noch, sind jedoch schon unüblich. Erstens kostet das Geld, und weiterhin wird auch hier mit gerne mit Klimaschutz und „Go Green“ argumentiert. Digital sei effizienter und sauberer. Schließlich sei auch eine Kreditkarte weniger belastet als Geldscheine, die durch hunderte Hände gewandert sind. Nebenbei fragt man sich wie wir früher überlebt haben.

Bargeld ist ein Stück Freiheit und Anonymität. Wer weiß was PayPal mit meinen Bezahldaten macht, was geht es meine Bank an wo und was ich gekauft habe? Der Datenschutz steht hierbei mit an erster Stelle der Verbraucher. 

Uns wird es bei vielen Dingen zu einfach gemacht. Zahlen von zuhause aus, Einkaufen per Knopfdruck, Amazon liefert in der Regel innerhalb von ein bis zwei Tagen.  Ein Kredit bekommt man auf Knopfdruck, Ratenzahlung in Minuten…kein Problem. Das wir dabei aber auch immer mehr zu Bewegungsmuffeln werden, das freut zwar die Pharmaindustrie, sollte uns allerdings zu denken geben. Wer denkt, dass man uns das Leben damit erleichtern möchte, den muss man leider enttäuschen. Denn oftmals stehen politische Ziele hinter jeder Änderung des öffentlichen Lebens. 

Immer mehr Kontrolle in Zeiten des "Great Reset"

Zahlen ohne Bargeld, sondern nur noch digital, birgt riesige Gefahren in sich. Sehr schön kann man dies in China beobachten. Dort ist ein Leben ohne Handy, auf dem alle „lebensnotwendigen“ Apps installiert sind, so gut wie gar nicht mehr möglich. Alle Bereiche des sozialen Lebens sind untereinander verknüpft und an Voraussetzungen gebunden.

So ist z.B. eine Impf-App mit dem Online-Konto verbunden. Möchtest Du ein Bankgeschäft tätigen, so fordert Dich der Monitor deines Rechners auf, ihm erstmal den QR-Code Deiner Handy-App vor den Schirm zu halten. Stellt man dabei fest das ein ausreichender Impfschutz nicht (mehr) vorhanden ist, kann man die Überweisung vergessen. Der Zugang wird gesperrt. So gibt es dort noch viele andere Restriktionen, die den Menschen dort das Leben nicht gerade erleichtern. Unser Europa hat genau diesen Weg eingeschlagen. Kontrolle, Macht, Korruption und Gier sind die Motivation und nehmen leider immer mehr zu. Der einzelne Mensch interessiert nicht (mehr). Sicher, das Digitalzeitalter bringt auch Vorteile, doch es ist bei genauer Betrachtung sehr gefährlich für den Menschen, da vieles im Verborgenen abläuft. 

Durch die Covid-Plandemie sind uns bereits viele Freiheiten genommen worden. Da wäre die Abschaffung unseres Bargeldes nur ein weiterer Schritt in die totale Kontrolle. Abgesehen davon steuern wir auf eine Hyperinflation zu, dann hätte es sich mit unserem Bargeld zunächst ohnehin erledigt.

Tatsächlich hätte die Bargeldabschaffung auch eine negative psychologische Wirkung, die man nicht unterschätzen sollte. Der Mensch vereinsamt langsam, überwiegend geschieht alles in den eigenen vier Wänden. Was während eines Lockdowns so alles passieren kann, hat so mancher ja sicher am eigenen Leib erfahren. Psychologische Störungen und steigende Selbstmordraten bei Kindern, eklatanter Anstieg von häuslicher Gewalt u.v.m. Man sollte über den Tellerrand hinausschauen. Banale Dinge haben manchmal große (negative) Auswirkungen. Aber das nur nebenbei. Die digitale Welt hat ihre Tücken.

Fazit

Bargeld ist ein verbindendes Element. Es ist ein sichtbarer Gegenstand. Er verkörpert eine Gegenleistung, macht sie fühlbar. Diese Natürlichkeit schafft Vertrauen und Nähe. So ist Bargeld zu vielen Dingen in der Lage, zu denen eine digitale Zahlung nicht fähig ist.

Gerade Vertrauen und Nähe sind ein Anreiz, etwas bei einem Händler in der Nähe zu kaufen, statt es über das Internet zu erwerben. Es gehört zum „sozialen Leben“ dazu, und Wochenmärkte sind sogar zwingend auf Bargeld angewiesen (wie lange noch?).

Wir können es jetzt bei der Feststellung belassen, dass in der Regierung Kräfte wirken, die einer schleichenden Bargeldabschaffung keine Steine in den Weg legen wollen. Wichtiger ist jedoch, was wir Bürger wollen. Wenn wir auch in Zukunft problemlos mit Bargeld bezahlen können wollen, sollten wir etwas unternehmen.

Auch die kleine Gratifikation der Oma für die Enkelin zum Abi fällt dann aus. Seinen Kindern das Taschengeld mal „aufpeppen“ ebenfalls. Halten wir als Konsumenten also das Bargeld im Umlauf, damit uns nicht das wichtige Stückchen Freiheit auch noch genommen wird.

Allein die Deutsche Bank will bis 2023 knapp 200 Postbank-Filialen schließen, die Commerzbank trennt sich 2022 von knapp 220 Standorten und bei der Sparkasse werden reihenweise Geschäfte auf dem Land aufgegeben.

Focus Online

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