Die „Plandemie“ wird bestenfalls in Vergessenheit geraten, doch viel wahrscheinlicher ist eine herbstliche Wiederholung mit neuem Virus.

Das Corona-Erbe. Von Jesper Larsson Träff, 04.07.2022, Titelbild Pixabay/webentwicklerin

In Österreich bleibt die Impfpflicht ausgesetzt, ein interessantes rechtstaatliches Novum. Soll so künftig regiert werden? Die Masken fallen, vorläufig, anfangs zu langsam, dann jedoch plötzlich und im Gegensatz zu den vorherigen, fast verhöhnenden Ankündigungen der Hardliner. Wie kam es zu diesem Kurswechsel? Man könnte denken, es sei nun endlich vorbei, wir erwachten wie aus einer Narkose. Sollte sich dies bewahrheiten, dann dürfen die über zwei Jahre getroffenen Fehlentscheidungen, die massiven und übergriffigen Grundrechtsverletzungen nicht in Vergessenheit geraten. Vor allem aus einem Grund: Solche Zustände darf es nie mehr geben.

Eine alles rechtfertigende, „pandemische“ Lage, auf einer so dünnen Grundlage, darf nicht nochmal ausgerufen werden können, hiergegen muss sich der Rechtsstaat wirksam immunisieren, am besten mit Hilfe einer soliden und gewissenhaften Realwissenschaft und einer echten, kritischen, medialen Öffentlichkeit. Was könnte, unter der Annahme, dass „die Pandemie“ unter guten und der Realität gebührenden Absichten ausgerufen wurde, und dass der Schlamassel, in dem wir uns befinden, nur dem Dilettantismus und der Eitelkeit verschuldet ist (es könnte ratsam sein, festzuhalten, dass Österreich nicht „gut dasteht“, und handwerklich alles falsch gemacht hat, inklusive dem eigengelobten „Wiener Weg“), zu erwarten sein? Mit Anspielung an freiere Zeiten:

The Good: Die „Pandemie“ wird auslaufen gelassen, die magischen „Zahlen“ gehen zurück (einfach durch weniger Testen), die erwünsche Anzahl — Woher? Auf welcher Basis? — von Behandelten wird erreicht, das symbolische, manchmal gewichtige Schweigegeld bezahlt, über das Gesundheitssystem, dem es sicher nicht gut geht, wird nicht weiter geredet, in zwei bis drei Jahren ist „Covid-19“ ein genauso blasses Gespenst wie Zika, Schweine- oder Vogelgrippe, worüber wir nur peinlich berührt sprechen, falls wir uns überhaupt erinnern. Die Arbeitslosigkeit bleibt hoch, wirtschaftliche, psychische, soziale und kulturelle Schäden unübersehbar, aber natürlich ohne Schuldige, ein Naturereignis, „wir schaffen das“ und wir haben es gut gemeistert. Neuwahlen kommen nicht, und der Bundespräsident bleibt in seiner Würde.

The Bad: Es kommen leider, aber nicht ganz unvorhergesehen, weitere Wellen und Varianten, wissenschaftlich klug simuliert, neue, alte Viren aus Affen und Leoparden, wir bleiben im Würgegriff eines nur notdürftig funktionierenden Rechtstaates, der nicht länger Verhältnismäßigkeit und Wirksamkeit und Dauer von Gesetzen und Maßnahmen überprüft, oder solche Überprüfungen und Evaluierungen einfordert, und eine hoch aufgerüstete und weit ausgedehnte Exekutive, die auf allen Ebenen willkürlich aktiv werden kann.

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Das Gesundheitssystem muss durch „Immunisierung“ geschützt werden, eine in sich atemberaubende, vollkommene neuartige Logik, aber so wird tatsächlich argumentiert, um somit nichts für das Gesundheitssystem tun zu müssen — und durch eine nachweislich nicht wirksame Substanz, die auch nicht, trotz dem ursprünglichen Versprechen, an all die neuen Varianten und Mutanten zügig angepasst wird.

Hierfür wird die suspendierte Impfpflicht, die Ultima Ratio, der (Selbst)Zweck aktiviert, und mutiert durch Mithilfe von Behörden, Einrichtungen, öffentlichen und privaten Arbeitgebern und sicher auch vereinzelten guten Bürgern zu de facto Zwang.

Selbstverständlich kommen alle anderen Maßnahmen, inklusive soziale Fraktionierung, Masken und Lockdowns und was man sich sonst an Novellen ausdenken wird — und schon ausgedacht hat —, zum Tragen. Die Anzahl der Hospitalisierungen wird dauerhaft hoch bleiben und ebenso die Polizeipräsenz.

The Ugly: Gesellschaftlicher Kollaps durch weniger und weniger zu kontrollierende kriegerische Auseinandersetzungen, durch eine falsche und verfehlte Sanktionspolitik, durch massivste politische sowie behördliche Überforderung und vollständiger Mangel an Weitblick und Rückgrat, durch nicht aufzufangende und nicht zu vertuschende Folgewirkungen des medizinischen Experimentes.

Tun wir gut, die schöne, fragile Zeit, die noch anhaltende, relative Ruhe und den kommenden Sommer zu genießen und zu nutzen, um die „pandemischen“ Annahmen und die vermeintlich guten, aber strengen Absichten unser Bevormunder zu überdenken und zu überprüfen, und uns somit aktiv dafür einzusetzen, dass keine der Szenarien annährend zu Wirklichkeit werden. Die Zeit vergeht und verblüht. Ein weiteres Volksbegehren liegt ab September auf.

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Jesper Larsson Träff, Jahrgang 1961, wurde in Kopenhagen geboren und ist Professor für Informatik (paralleles Rechnen) in Österreich.

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