Die Verbände der Lebensmittelwirtschaft appellieren an Bundeskanzler Scholz und die Bundesminister Habeck und Özdemir, dass energieintensive Betriebe der mittelständischen Tiefkühl- und Frischewirtschaft infolge der Energiekrise existenziell bedroht seien. Die Lage sei mehr als ernst, es drohten Versorgungslücken.

Brandbrief der Tiefkühl- und Frischewirtschaft: Energiekosten bald nicht mehr zahlbar. R.S. 24.09.2022, Titelbild iStock

Seit Ende des Zweiten Weltkrieges erlebe die Lebensmittelwirtschaft gerade die schwerste Krise.

Das betreffe in ganz besonderem Maße die Hersteller von tiefgefrorenen Lebensmitteln, die Kühlhäuser und Logistikunternehmen, den Handel und den Vertrieb: Sie alle seien „mit dramatischen Preissteigerungen für ihre Strom- und Gasversorgung“ konfrontiert.

Konkret fordert die Lebensmittelwirtschaft in ihrem Brief deshalb, dass die Energiebeihilfen des Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) für energieintensive Unternehmen jetzt sehr kurzfristig kommen müssten und das Energiekostendämpfungsprogramm für alle mittelständischen Unternehmen in der Tiefkühlkette – für Industrie, Kühlhäuser, Handel und Logistikdienstleistungen – geöffnet werden müsse.

Eine finanzielle Unterstützung der energieintensiven Unternehmen gebe es nämlich bisher nicht, nur vereinzelte Industriebranchen würden bisher beachtet. Zahlreiche mittelständische Hersteller, Logistikdienstleister und Handelsunternehmen würden bisher nicht berücksichtigt.

Die Unternehmen befürchteten mittlerweile den baldigen Stillstand von Produktionslinien und die Schließung von Kühllogistikzentren für die Lebensmittelverteilung, sagen die Briefschreiber. Manche bereiteten sich sogar schon auf eine mögliche Insolvenz vor. Die Ertragslage verschlechtere sich täglich, die Liquiditätssituation werde immer angespannter. „Treiben Sie die Sicherung der Energieversorgung mit höchster Priorität voran! Sonst bleiben die Kühlschränke und Tiefkühltruhen für die deutsche Bevölkerung bald leer!“.

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